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Sorgearbeit

Equal Care Day

Am 1. März 2023 ist Equal Care Day. Bei der Equal Care Konferenz sind an diesem Tag von 9-20 Uhr zahlreiche Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops geplant. Die kfd setzt sich für mehr Anerkennung der Care-Arbeit und eine fürsorgliche Gesellschaft ein und gestaltet das Programm mit. 

Der Equal Care Day

Der Equal Care Day findet jedes Jahr am 29. Februar bzw. 1. März statt. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Genau wie der 29. Februar bleibt Care-Arbeit häufig unsichtbar.

Das Ziel des Equal Care Day: Sorge-Arbeit soll öffentlich sichtbar und die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und mehr Anerkennung in der Gesellschaft laut werden.

Zu der Initiative Equal Care Day haben sich zahlreiche Ehrenamtliche zusammengeschlossen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten und Kooperationspartner*innen machen sie auf die mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von Care-Arbeit aufmerksam, bieten umfangreiche Informationen zum Thema, formulieren politische Forderungen und erarbeiten mögliche Lösungen.

Equal Care Manifest

Das Equal Care Manifest wurde am 19. Mai 2020 veröffentlicht. Die kfd hat die gemeinsame Erklärung für eine geschlechtergerechte Verteilung und Aufwertung von beruflicher und familiärer Sorge-Arbeit mitunterzeichnet. 

Ungleiche Verteilung

Die Corona-Pandemie zeigte mehr denn je: Care-Arbeit ist in Deutschland sehr ungleich verteilt. Frauen übernehmen rund 80 Prozent der Care-Arbeit. Die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern wird auch als Gender Care Gap bezeichnet.

"Wir müssen die ungleiche Verteilung endlich ändern. Die unbezahlte und oft unsichtbare Arbeit von Frauen muss endlich die Aufwertung erfahren, die sie verdient", forderte kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil anlässlich des Equal Care Days 2021.

Ein Blick auf die Lebensverlaufsperspektive zeigt: Die fehlende Anerkennung für Care-Arbeit drückt sich gravierend im Gehaltsgefüge aus und trägt entscheidend zu Überlastung und prekären Lebenssituationen von Frauen bei. Außerdem fehlt Zeit für Selbstfürsorge, Freizeitbeschäftigung und ehrenamtliches Engagement. 

Das neue Leitbild der Gesellschaft sollte ein Erwerb-Sorge-Modell sein, bei dem Männer und Frauen zu gleichen Teilen Sorgearbeit übernehmen und dafür u. a. die Erwerbsarbeit reduzieren.

Care bedeutet Fürsorge, Achtsamkeit und Pflege und beschreibt alle konkreten Tätigkeiten des Sorgens wie Kindererziehung, Pflege alter, kranker oder beeinträchtigter Menschen und Hauswirtschaft oder emotionale Unterstützung für andere - sei es im privaten Bereich oder als professionelle Erwerbstätigkeit.

Care-Arbeit muss aufgewertet und als wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft anerkannt werden. Deshalb fordern wir konkret:

  • Eine fürsorgliche Gesellschaft, in der die Erfüllung menschlicher Bedürfnisse im Vordergrund steht.
  • Veränderte Rollenbilder für Frauen und Männer, z. B. durch Hauswirtschaftsunterricht und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Geschlechterklischees.
  • Mehr gesetzliche und betriebliche Anreize für partnerschaftliche Aufteilung von Care-Arbeit, z. B. durch ElterngeldPlus oder Ausweitung der nichtübertragbaren Elterngeldzeiten
  • Ausbau der qualitativ hochwertigen und flexiblen Kinderbetreuung
  • Reform des Gesundheitswesens mit mehr Pflegepersonal und verbesserten Arbeitsbedingungen für Pfleger*innen
  • Stärkere Berücksichtigung von unbezahlter Care- Arbeit in der Rente

Sorgelücken werden durch weitere Personen (Verwandte) oder Dienstleister (haushaltsnahe Dienstleistungen sowie Pflegedienste o.ä.) gefüllt.

Als größter katholischer Frauenverband setzen wir uns seit vielen Jahrzehnten für eine faire Verteilung und Bewertung der unbezahlten Sorgearbeit und der Erwerbsarbeit ein.

Materialien zum Equal Care Day
Stand: 17.01.2023
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