Fair - legal - bezahlbar

Arbeitsort Privathaushalt

Entlastung im Haushalt wird für viele Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen immer wichtiger. In Deutschland werden bisher etwa 90 Prozent der haushaltsbezogenen Dienstleistungen in Schwarzarbeit erbracht.

Die legale Beschäftigung haushaltsbezogener DienstleisterInnen in privaten Haushalten ist das Ziel der kfd. 2015 hat die kfd-Bundesversammlung dazu einstimmig einen Beschluss gefasst.

Im November 2019 startet der Verband das Projekt "kfd kann Hauswirtschaft" - mit der kfd zur Existenzgründung als Unternehmerin für haushaltsbezogene Dienstleistungen.

Arbeitsort Privathaushalt: Fair, legal, bezahlbar

Haushaltsbezogene Dienstleistungen ermöglichen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für ältere Menschen sichern sie zudem ein selbstbestimmtes Leben im Alter und entlasten pflegende Angehörige.

Die dafür notwendigen Dienstleistungen sollten fair bezahlt und in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen erbracht werden. Nur so können die meist weiblichen Beschäftigten in dieser Branche eine eigene Existenz- und Alterssicherung aufbauen.

Haushaltsbezogene Dienstleistungen betreffen somit gleich mehrere zentrale Themen der Gleichstellungspolitik. Dafür braucht es eine politische Initiative für staatliche Förderung.

Mit dem Projekt "Haushalte als Arbeitgeber" in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum zur "Professionalisierung und Qualitätssicherung Haushaltsnaher Dienstleistungen" (PQHD) der Universität Gießen hat der kfd-Bundesverband ein zentrales frauenpolitisches Thema aufgegriffen und nach politischen Lösungen gesucht.

Gemeinsames Anliegen: Dienstleistungen im privaten Haushalt künftig bezahlbar zu machen und qualifizierte Angebote auf dem offiziellen Arbeitsmarkt bereitzustellen.

Belgien hat mit Dienstleistungschecks gute Erfahrungen gemacht: Haushalte erwerben sie zu einem, vom Staat festgelegten und subventionierten Preis und kaufen damit Service im und für den Haushalt ein.

Neues Projekt "kfd kann Hauswirtschaft"

Ab November 2019 startet die kfd das neue Projekt "kfd kann Hauswirtschaft". Dafür werden unter den 450.000 kfd-Mitgliedern Frauen gesucht, die auf dem Gebiet der Hauswirtschaft fachlich kompetent sind und neue Beschäftigungsmodelle im Zeichen gesellschaftlicher Umbrüche suchen.

Mit dem Projekt "kfd kann Hauswirtschaft" entwickelt der Verband für potentielle Neugründerinnen eines haushaltsbezogenen Dienstleistungsunternehmens ein Beratungskonzept und begleitet sie auf dem Weg zur Gründung.

Im kommenden Jahr werden dafür jeweils wohnortnahe Weiterbildungseinheiten angeboten, bei denen Ansprechpartner*innen mit Praxiserfahrungen alle Fragen rund um die Existenzgründung klären.

Im Anschluss an die Informationsveranstaltung am 23. November 2019 in der kfd-Bundesgeschäftsstelle in Düsseldorf werden Orte und Termine für die weitere Begleitung und Beratung mit den interessierten Teilnehmerinnen abgestimmt.

Informationsveranstaltung: Anmeldung

Die Informationsveranstaltung findet am 23. November 2019 vom 10 bis 15 Uhr in der kfd-Bundesgeschäftsstelle in Düsseldorf, Prinz-Georg-Straße 44, statt.

Anmeldungen bis zum 18. November an Martina Heyder, Tel.: 0211 44992-47, E-Mail: martina.heyderat-Zeichenkfd.de 

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Helga Klingbeil-Weber, Projektleiterin, gerne zur Verfügung: Tel.: 0211 44992-46, E-Mail: helga.klingbeil-weberat-Zeichenkfd.de

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Materialien

kfd-Beschluss
  • Beschluss "Haushaltsbezogene Dienstleistungen" Die kfd setzt sich dafür ein, dass haushaltsbezogene Dienstleistungen, die im Privathaushalt von nicht haushalts- bzw. familienzugehörigen Personen erbracht werden, aus der Illegalität herausgeführt und in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse überführt werden. Einstimmiger Beschluss der kfd-Bundesversammlung vom 5. Juni 2015. 73 KB Download
Dokumentation "Haushalte als Arbeitgeber"
  • kfd-Dokumentation: Haushalte als Arbeitgeber Haushaltsbezogene Dienstleistungen: fair – legal – bezahlbar. Informationen und Anregungen für die Praxis. 2 MB Download
  • Privathaushalte als Arbeitgeber: Ergebnisbericht Eine Kooperation der kfd mit dem Kompetenzzentrum "Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen" der Universität Gießen, 2014 901 KB Download
  • Dienstleistungschecks - das belgische Modell In Belgien werden gute Erfahrungen mit so genannten Dienstleistungsschecks für haushaltsbezogene Dienstleistungen gemacht. Haushalte erwerben sie zu einem, vom Staat festgelegten und subventionierten Preis und kaufen damit Service im und für den Haushalt ein. 184 KB Download

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Tagungsbericht "Haushaltsbezogene Dienstleistungen"
  • Tagungsbericht "Haushaltsbezogene Dienstleistungen" Um das Thema "Arbeitsplatz Privathaushalt" jeweils aus der Sicht von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen zu bearbeiten, haben die beiden Ständigen Ausschüsse der kfd (Frauen und Erwerbsarbeit/ Hauswirtschaft und Verbraucherthemen) im Juni 2016 zum einem Studientag nach Köln geladen. 287 KB Download
Stand: 17.10.2019
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