Fair - legal - bezahlbar

Arbeitsort Privathaushalt

Neues Projekt "kfd kann Hauswirtschaft": Workshop am 9. und 10. Juni 2020 in Köln. Weitere Informationen für Interessierte

Entlastung im Haushalt wird für viele Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen immer wichtiger. In Deutschland werden bisher etwa 90 Prozent der haushaltsbezogenen Dienstleistungen in Schwarzarbeit erbracht.

Die legale Beschäftigung haushaltsbezogener DienstleisterInnen in privaten Haushalten ist das Ziel der kfd. 2015 hat die kfd-Bundesversammlung dazu einstimmig einen Beschluss gefasst.

Im Juni 2020 startet der Verband mit einem Workshop in Köln das Projekt "kfd kann Hauswirtschaft" - mit der kfd zur Existenzgründung als Unternehmerin für haushaltsbezogene Dienstleistungen.

Arbeitsort Privathaushalt: Fair, legal, bezahlbar

Haushaltsbezogene Dienstleistungen ermöglichen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für ältere Menschen sichern sie zudem ein selbstbestimmtes Leben im Alter und entlasten pflegende Angehörige.

Die dafür notwendigen Dienstleistungen sollten fair bezahlt und in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen erbracht werden. Nur so können die meist weiblichen Beschäftigten in dieser Branche eine eigene Existenz- und Alterssicherung aufbauen.

Haushaltsbezogene Dienstleistungen betreffen somit gleich mehrere zentrale Themen der Gleichstellungspolitik. Dafür braucht es eine politische Initiative für staatliche Förderung.

Mit dem Projekt "Haushalte als Arbeitgeber" in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum zur "Professionalisierung und Qualitätssicherung Haushaltsnaher Dienstleistungen" (PQHD) hat der kfd-Bundesverband ein zentrales frauenpolitisches Thema aufgegriffen und nach politischen Lösungen gesucht.

Gemeinsames Anliegen: Dienstleistungen im privaten Haushalt künftig bezahlbar zu machen und qualifizierte Angebote auf dem offiziellen Arbeitsmarkt bereitzustellen.

Belgien hat mit Dienstleistungschecks gute Erfahrungen gemacht: Haushalte erwerben sie zu einem, vom Staat festgelegten und subventionierten Preis und kaufen damit Service im und für den Haushalt ein.

Neues Projekt "kfd kann Hauswirtschaft"

Am 9. und 10. Juni 2020 lädt die kfd zum Workshop "kfd kann Hauswirtschaft: Weg in die Selbstständigkeit - Begleitung zur Gründung eines haushaltsbezogenen Dienstleistungsunternehmens" ins Kölner Maternushaus ein.

Die kfd fordert faire, legale und bezahlbare haushaltsbezogene Dienstleistungen, um Männern und Frauen die Vereinbarkeit von Erwerbs-, Sorgearbeit und Ehrenamt zu ermöglichen und Gleichstellung zu fördern.

Doch es gibt immer noch viel zu wenige Unternehmen, die qualifizierte haushaltsnahe Dienstleistungen fair bezahlt und sozialversichert anbieten. Die Gründung eines haushaltsbezogenen Dienstleistungsunternehmens ist eine Chance insbesondere für Frauen mit Erfahrungen in Familie und Hauswirtschaft.

Aus diesen Überlegungen entstand in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Professionalisierung und Qualitätssicherung Haushaltsnaher Dienstleistungen (PQHD), Fulda, das kfd-Projekt "kfd kann
Hauswirtschaft", gefördert vom BMFSFJ.

Ziel des Projektes

Ziel ist die Entwicklung eines Beratungs- und Qualifizierungskonzeptes. Der Workshop vernetzt potentielle Gründer*innen und Expert*innen u.a. aus den Verbänden der Dienstleistungsunternehmen in der Hauswirtschaft (ADHW und BHDU). 

Gemeinsam soll erarbeitet werden, welche konkreten Schritte Neugründer*innen zur erfolgreichen Unternehmerin gehen müssen.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Akteur*innen der Hauswirtschaft und Bildungsträger sowie Interessierte, die eine neue berufliche Perspektive als Gründerin eines haushaltsbezogenen Dienstleistungsunternehmens in Erwägung ziehen.  

Materialien

Ausschreibung Workshop "kfd kann Hauswirtschaft"
  • Ausschreibung "kfd kann Hauswirtschaft" Wege in die Selbstständigkeit – Begleitung zur Gründung eines haushaltsbezogenen Dienstleistungsunternehmens. Workshop und Vernetzungstreffen 213 KB Download
  • Anmeldeformular Workshop am 9. und 10. Juni 2020 im Maternushaus in Köln 56 KB Download
kfd-Beschluss
  • Beschluss "Haushaltsbezogene Dienstleistungen" Die kfd setzt sich dafür ein, dass haushaltsbezogene Dienstleistungen, die im Privathaushalt von nicht haushalts- bzw. familienzugehörigen Personen erbracht werden, aus der Illegalität herausgeführt und in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse überführt werden. Einstimmiger Beschluss der kfd-Bundesversammlung vom 5. Juni 2015. 73 KB Download
Dokumentation "Haushalte als Arbeitgeber"
  • kfd-Dokumentation: Haushalte als Arbeitgeber Haushaltsbezogene Dienstleistungen: fair – legal – bezahlbar. Informationen und Anregungen für die Praxis. 2 MB Download
  • Privathaushalte als Arbeitgeber: Ergebnisbericht Eine Kooperation der kfd mit dem Kompetenzzentrum "Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen" der Universität Gießen, 2014 901 KB Download
  • Dienstleistungschecks - das belgische Modell In Belgien werden gute Erfahrungen mit so genannten Dienstleistungsschecks für haushaltsbezogene Dienstleistungen gemacht. Haushalte erwerben sie zu einem, vom Staat festgelegten und subventionierten Preis und kaufen damit Service im und für den Haushalt ein. 184 KB Download

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Tagungsbericht "Haushaltsbezogene Dienstleistungen"
  • Tagungsbericht "Haushaltsbezogene Dienstleistungen" Um das Thema "Arbeitsplatz Privathaushalt" jeweils aus der Sicht von ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen zu bearbeiten, haben die beiden Ständigen Ausschüsse der kfd (Frauen und Erwerbsarbeit/ Hauswirtschaft und Verbraucherthemen) im Juni 2016 zum einem Studientag nach Köln geladen. 287 KB Download
Stand: 19.02.2020
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