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Lohngerechtigkeit

Equal Pay Day

 

Equal Pay Day 2024:
"Höchtste Zeit für equal pay!"

"Höchste Zeit für equal pay!": Unter diesem Motto stand der Equal Pay Day, der 2024 am 6. März stattfand. Im Fokus dieses Mal: der Zusammenhang von Zeit und Geld. Dabei ging es vor allem darum, wie flexibel Frauen und Männer in der Nutzung ihrer Zeit sind. Hier besteht nach wie vor eine große Diskrepanz zwischen den Geschlechtern: Frauen arbeiten vor fast dreimal so oft in Teilzeit wie Männer, denn sie leisten meist den Großteil der Care-Arbeit. Dieses Ungleichgewicht sorgt mit für den Gender Pay Gap von 18 Prozent.

Die Equal Pay Day Kampagne 2024 beschäftigte sich mit Fragen wie: Was muss sich ändern, damit Care-Arbeit, Erwerbsarbeit und Freizeit paritätisch aufgeteilt werden können? Ist die 4-Tage-Woche eine Lösung oder verkürzte Vollzeit? Was können Jobsharing oder Digitalisierung dazu beitragen? Dabei zeigten die Organisator*innen zeigen, wie die Verwendung von Zeit mit dem Gender Pay Gap zusammenhängt und welche Lösungen es für eine gerechte Verteilung von Zeit gibt.

 Gender Pay Gap

Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert: 19 Prozent betrug sie im Jahr 2019, seit 2020 sind es konstant 18 Prozent. Männer haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2022 4,31 Euro brutto mehr in der Stunde verdient als Frauen. Die wichtigsten Ursachen für den Verdienstunterschied seien darauf zurückzuführen, dass Frauen häufiger in schlechter bezahlten Berufen und öfter in Teilzeit arbeiten. 

Selbst wenn man diese Faktoren herausrechnet, verdienten Frauen mit gleichen Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien wie Männer im Schnitt 7 % weniger pro Stunde als ihre männlichen Kollegen. Diese Lohnlücke ist der sogenannte bereinigte Gender Pay Gap. 

Auf die Lohnungleichheit macht die kfd auch mit dem jährlichen Equal Pay Day aufmerksam.

Lohngerechtigkeit

"Die Lohnlücke lässt sich nur schließen, wenn wir zu einer gerechteren Aufteilung der Sorgearbeit in der Familie kommen."

Das sagt Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe "Gender Economics" am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin. Ein Gespräch über Sorgearbeit, Lohnlücken, Quotenregelungen und mutige Politik.

Im europäischen Vergleich liegt die Bundesrepublik bei den Verdienstunterschieden auf den hinteren Plätzen. Erfolge der frauenpolitischen Lobbyarbeit, wie das Entgelttransparenzgesetz oder gesetzliche Frauenquoten für Führungspositionen, sind nicht weitreichend genug, um die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern zu verringern.

Stand: 19.03.2024
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