26. Februar 2020 Aktuelles

Geistlicher Impuls im Februar

Geistlicher Impuls im Februar. Foto: kfd/pixabay

Unsere Erde, ihre Schönheit und Bedrohung und unsere Schöpfungsverantwortung stehen im Mittelpunkt der Monatsimpulse. Im Februar: Das Fasten.

In diesen Tagen wird die Werbung langsam, aber sicher wieder die kommende Urlaubs- und Sommerzeit aufgreifen. Und sie wird versuchen, jeder/m das "Mittelchen" zu verkaufen, das eine Sommerfigur garantiert, das hilft, sportlich, gesund und jung auszusehen.

Gewicht machen, Abnehmen, Fasten wird wieder zur Maxime werden. Kann nicht schaden, ein paar Pfunde zu verlieren. Wer sich darum bemüht, hoffentlich erfolgreich, macht gewiss keinen Fehler.

Fasten aber ist etwas anderes: Verzicht auf Nahrung im umfassenden Sinn oder ‒ im Sinne der Abstinenz - auf eine bestimmte Speise beziehungsweise Nahrung. Der Verlust von Körpergewicht ist dabei meistens eine Folge, nicht aber das Ziel.

Die Motivation für das Fasten ist es, sich auf etwas zu konzentrieren, wobei mir der Körper mit seiner unmittelbaren Alarmfunktion (Hunger/Verzicht) hilft, mich religiös, spirituell oder geistlich neu zu motivieren.

Das Fasten kennt so gut wie jede Religion und Kultur, zu fasten ist nichts ausschließlich Christliches: Der Jude Jesus hat in der Wüste gefastet - 40 Tage lang. Am ersten Fastensonntag wird uns dies wieder in der Lesung mitgeteilt.

Fasten hilft mir, mich auf Wesentliches (neu) zu konzentrieren; es hilft mir, meine Werte und unsere Werte neu zu entdecken und zu leben.

Wenn in 2019 ein Drittel der in Deutschland neu zugelassenen Personenkraftwagen aber SUV (Sport Utility Vehicles) waren, nützt es wenig, gelegentlich "ein Autofasten" auszurufen. Was Umwelt, Schöpfung und Nachhaltigkeit angeht, ist dieses Fasten wenig sinnvoll, wenn es denn überhaupt eines ist.

Zu schauen, wie kann ich fasten, um die Werte, für die ich stehe ‒ und vielleicht muss hier auch gesagt werden, für die die kfd steht ‒, wieder neu zu fassen und auch konkret umzusetzen. Und wenn dabei unser Blick besonders auf die Schöpfung und ihren Schutz, die Nachhaltigkeit unseres Handelns und dessen Vollzug fällt, ist das kein schlechter Start in die Fastenzeit.

Dazu wünsche ich Ihnen alles Gute! Am Aschermittwoch ist nämlich nicht alles vorbei!

Pater Dominik Kitta O Praem
(Präses des kfd-Bundesverbandes)

Kontakt
Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands Bundesverband e.V.

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Stand: 26.02.2020
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