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Monat der Weltmission

Frauenliturgie

Im Oktober, dem Monat der Weltmission, finden sich Frauen jedes Jahr zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten zusammen, um gemeinsam zu beten. Aus der Frauengebetskette wurde 2022 die missio-Frauenliturgie. „missio” steht dabei für den weltweiten Horizont und die Verbundenheit mit Frauen in aller Welt. Wie bisher stehen Frauen aus dem jeweiligen Partnerland im Mittelpunkt von Gebet, Inspiration und Solidarität.

Die Frauenliturgie greift den Sendungsauftrag Jesu auf und nimmt Bezug auf die Papst-Botschaft zum Weltmissionssonntag. Papst Franziskus fordert darin alle auf, mit Mut und Offenheit "in Wort und Tat und in allen Lebensbereichen Zeugnis für Christus abzulegen".

Den Vorschlag zur jährlichen Wort-Gottes-Feier gestaltet die kfd in Kooperation mit missio und dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB).

missio-Frauenliturgie 2022: "ZEUGIN SEIN!"

In diesem Jahr richtet die missio-Frauenliturgie den Blick auf starke Frauen in Nairobi, die ihr Christinsein in der Großstadt leben. Sie sind mit den Menschen in den Slums freundschaftlich verbunden und leben das Evangelium voller Überzeugung durch ihr eigenes Wirken.

„Auch soll das Zeugnis von Frauen nicht zulässig sein, wegen der ihrem Geschlecht eigenen Leichtfertigkeit und Dreistigkeit.” Das Zitat des Geschichtsschreibers Flavius Josephus kann als repräsentativ gelten für die antike Abwertung von Frauen: Frauen zur Zeit Jesu besaßen kein Zeugnisrecht und ihr Zeugnis war wertlos in einer patriarchalen Umwelt.

Doch Jesu Umgang mit Frauen, seine Botschaft der gleichen Würde, des gleichen Werts aller Menschen als Kinder Gottes, war neu und anders, wie das Lied der Maria es beschreibt: „Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen”: Frauen begleiteten Jesus als seine Jüngerinnen, Frauen bezeugten den Glauben.

Vom lebendigen Zeugnis der Frauen lebt die Kirche auch heute, so etwa in Nairobi.

Stand: 24.08.2022