14. September 2013 Presse

Liturgische Kompetenzen von Frauen stärker einbinden: kfd zieht Bilanz des dritten Gesprächsforums im Dialogprozess der Deutschen Bischofskonferenz

"Ohne die Fähigkeiten und Begabungen von Frauen wäre unsere Kirche um vieles ärmer. Das gilt auch für den liturgischen Bereich. Es ist daher unverzichtbar, dass sich diese Kompetenzen sowohl inhaltlich als auch strukturell in unserer Kirche wiederfinden", dieses Fazit zieht Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), mit Blick auf das dritte Gesprächsforum zum Dialogprozess der Deutschen Bischofskonferenz, das heute in Stuttgart zu Ende gegangen ist. Unter dem Leitwort "Dem Heiligen begegnen – heute Gott verehren" diskutierten rund 300 ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter 41 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz und elf Frauen aus den Reihen der kfd.

In den Gesprächen ging es um die Frage nach der Bedeutung der Liturgie für die Erneuerung des kirchlichen Lebens. Der Begriff "Liturgie" bezeichnet das gesamte gottesdienstliche Geschehen. Die Ergebnisse der Diskussionen zeigten vor allem den hohen Stellenwert der Liturgie, die Bedeutung der Suche nach einer Vielfalt von liturgischen Formen und die Notwendigkeit einer breiten Möglichkeit der Teilhabe von Laien. Um eine stärkere Beteiligung von Frauen in diesem Bereich sicherzustellen, fordert die kfd, dass Frauen in die liturgischen Kommissionen der Bistümer berufen werden. Eine Beauftragung durch den örtlichen Bischof soll sie darüber hinaus offiziell zur Leitung von Wortgottesfeiern und Beerdigungen autorisieren. Kirchenrechtlich mögliche Dienste und Ämter für Frauen sollen zudem unterstützt und gefördert werden. Aus Sicht des Verbandes muss liturgische Sprache verständlicher, alltagstauglicher und vor allem frauengerecht sein. Dazu gehört auch, dass weit mehr biblische Frauen in die liturgische Leseordnung aufgenommen werden und dass katechetisches Material aus der Frauenperspektive kritisch überarbeitet wird.

Dem in Stuttgart beklagten Defizit in der liturgischen Bildung begegnet die kfd bereits seit langem durch konsequente Unterstützung und Förderung von liturgischen Kompetenzen von Frauen durch zahlreiche Bildungsangebote auf allen verbandlichen Ebenen und durch die Ausbildung von Geistlichen Leiterinnen bzw. Begleiterinnen. Die kfd-Gruppen in den Pfarrgemeinden verstehen sich als Glaubensgemeinschaften, die ihre Spiritualität in Kirche und Gesellschaft einbringen.

Hintergrund:
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 550.000 Mitgliedern der größte katholische Verband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen zum Verband unter www.kfd.de.

Kontakt
Saskia Bellem

Pressesprecherin

Telefon: 0211 44992-25
Mobil: 0172 8718544

saskia.bellemat-Zeichenkfd.de

Stand: 14.09.2013