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Mehr Rente für Frauen! kfd bleibt am Thema Alterssicherung von Frauen dran

23. Oktober 2015:

Mit einem vom Bundesfamilienministerium geförderten Symposium zum Thema "Frauen.Arbeit.Rente." führt die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) die gesellschaftspolitische Debatte um eine Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf fort. Die Hauptreferate des Symposiums vom 23.-24. Oktober in Mainz halten Brigitte Loose von der Deutschen Rentenversicherung in Berlin und die Ökonomin Prof. Dr. Adelheid Biesecker aus Bremen. In Workshops werden die Zusammenhänge zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit und Alterssicherung vertieft.
 
"Frauen erwerben auch heute noch im Lebensverlauf durchschnittlich nur gut die Hälfte der Rentenanwartschaften von Männern. Dabei wissen wir aus der aktuellen Erhebung zur Zeitverwendung, dass sie wöchentlich eine Stunde mehr als Männer arbeiten, allerdings immer noch fast doppelt so lange unbezahlt wie bezahlt", so Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der kfd.

Die kfd fordert seit langem eine existenzsichernde Sockelrente für alle, um Erwerbsunterbrechungen und Zeiten für die Sorgearbeit besser im Lebensverlauf abzufedern. Gleichzeitig setzt sie sich für bessere Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten ein. Zur zukünftigen Alterssicherung von Frauen ist die Aufwertung der Erwerbstätigkeit von Frauen in den sogenannten "Careberufen" wie Erziehung, Pflege und Hauswirtschaft ebenso wichtig wie die Umwandlung der Minijobs in sozialversicherte Beschäftigungen.

"Erwerbsarbeit, Sorgearbeit und ehrenamtliche Arbeit sind gesellschaftlich gleichermaßen notwendig und wertvoll. Das muss sich aber auch in den sozialen Sicherungssystemen, insbesondere in der Alterssicherung, zeigen", so Opladen.

Besonders von Altersarmut gefährdet sind Frauen, wenn sie ohne soziale Absicherung in privaten Haushalten arbeiten und so die häusliche Sorgearbeit entlasten. Die kfd macht sich hier für die Schaffung fair bezahlter und sozialversicherter Beschäftigung auch in diesem Bereich stark. Ein weiteres Armutsrisiko für Frauen ist die Pflege von Angehörigen zu Hause. Auch hier fordert die kfd eine deutlich bessere Anerkennung in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Ergebnisse des Symposiums werden im Januar in einer Zukunftswerkstatt beim Symposium "Frauen.Arbeit.Zukunft." weiter verfolgt werden.

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