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SYNODALER WEG

Das sagen die Synodalen der kfd

Die kfd sieht im Synodalen Weg die Chance auf Erneuerung, die die Kirche dringend braucht. Der eingeschlagene Weg muss von gegenseitiger Wertschätzung und Offenheit geprägt sein. Denk- und Sprechverbote haben in einem Prozess, bei dem es um eine positive Zukunft für die Kirche geht, keinen Platz.

Die Lebenswirklichkeit von Frauen, Männern und Kindern muss ernst genommen werden. Der Synodale Weg ist vielleicht die letzte Chance, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Statements der Synodalen der kfd

Prof`in Dr. Agnes Wuckelt

"Ich hoffe, dass Bewegung in die Frage nach dem Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern kommt und am Ende des Synodalen Weges ein entsprechendes Votum der deutschen Kirche nach Rom gegeben wird."

"Die Teilung von Macht und das Aufbrechen männlicher Hierarchien bleiben für uns zentrale Fragen. Es reicht nicht mehr, sich zu treffen und nur zu reden. Es muss sich wirklich etwas verändern! Und selbstverständlich müssen endlich die katholischen Frauen mit ihren vielfältigen Lebens- und Glaubenserfahrungen gehört werden."

"Weltweit fordern Frauen eine gerechte Teilhabe in unserer Kirche ein. Wir kfd-Frauen werden nicht müde, diese Forderung in den deutschen Synodalen Weg einzubringen und damit die weltweite Bewegung zu unterstützen."

Lucia Lagoda

"Ich erhoffe mir, dass die Auseinandersetzung über Machtstrukturen und Machtmissbrauch zu konkreten und nachhaltigen Veränderungen in unserer Kirche führt. Ich wünsche mir sehr, dass die Gespräche miteinander gleichberechtigt, offen, ehrlich und auf Augenhöhe geführt werden."

"Wir alle sind Gottes Geschöpfe. So, wie wir sind, sind wir richtig. Auch in unserer Sexualität und unseren unterschiedlichen Lebensformen. Das muss die Kirche anerkennen. Dafür setzt sich die kfd beim Synodalen Weg ein."

Ulrike Göken-Huismann

"Auf dem Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland erleben wir positiv, wie Synodalität funktioniert. Wir als kfd setzen uns daher für synodale Räte auf allen Ebenen unserer Kirche ein, damit diese guten Erfahrungen unbedingt beibehalten werden."

Brigitte Vielhaus

"Die Kirche ist in einer großen Glaubwürdigkeitskrise. Die Lebenswirklichkeit von Frauen, Männern und Kindern muss ernst genommen werden. Der Synodale Weg ist vielleicht die letzte Chance, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Das geht nur mit konkreten Reformen."

"Die persönliche Lebensform und die sexuelle Orientierung dürfen für die Anstellung oder Weiterbeschäftigung bei einem kirchlichen Arbeitgeber* künftig keine Relevanz mehr haben. Dafür setzen wir uns ein."

Keine wirkliche Reform ohne Geschlechtergerechtigkeit

"Wenn die katholische Kirche in Deutschland es ernst meint mit ihrem Reformwunsch, muss sie sich mit der Frage nach dem Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern dringend auseinandersetzen - ohne Geschlechtergerechtigkeit kann und wird es keine wirkliche Reform geben", erklärt Prof`in Dr. Agnes Wuckelt.

So hat es die kfd auch in ihrem Positionspapier "gleich und berechtigt. Alle Dienste und Ämter für Frauen in der Kirche" formuliert: "Nur wenn alle Charismen gelebt werden, kann die Kirche sich erneuern und zu dem werden, wozu sie bestimmt ist: Der Wirksamkeit und Liebe Gottes in der Welt Raum zu geben und sie zu gestalten."

Unter dem Motto #MachtLichtAn fordert die kfd die deutschen Bischöfe auf, Licht in das Dunkel der Missbrauchsfälle zu bringen, verkrustete Machtstrukturen abzuschaffen, unabhängige Missbrauchsbeauftragte einzusetzen und die kirchliche Sexualmoral zu verändern. 

Lesetipp: 

"Bei diesen Themen ziehen wir rote Linien" - die stv. kfd-Bundesvorsitzende Prof'in Dr. Agnes Wuckelt im katholisch.de-Interview über den Synodalen Weg.

Stand: 19.09.2022
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