Solidarisch und gerecht

Das Rentenmodell der katholischen Verbände

Bürgerinnen und Bürger sollen auch in Zukunft darauf vertrauen können, dass das solidarische Alterssicherungssystem Deutschlands ihnen eine existenzsichernde Altersversorgung oberhalb der Grundsicherung bietet.

Heute schon sind Bezieher von Niedriglöhnen, Erwerbsgeminderte und Langzeitarbeitslose sowie Menschen, die wegen Pflege und Kindererziehung langfristig auf Erwerbsarbeit verzichten oder diese reduzieren, von Altersarmut bedroht.

Bündnis Sockelrente

Die kfd fordert seit langem eine existenzsichernde Sockelrente für alle, um Erwerbsunterbrechungen und Zeiten für die Sorgearbeit besser im Lebensverlauf abzufedern.

Gleichzeitig setzt sie sich für bessere Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten ein. Zur zukünftigen Alterssicherung von Frauen ist die Aufwertung der Erwerbstätigkeit von Frauen in den sogenannten "Careberufen" wie Erziehung, Pflege und Hauswirtschaft ebenso wichtig wie die Umwandlung der Minijobs in sozialversicherte Beschäftigungen.

Gemeinsam mit der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), dem Familienbund der Katholiken (FDK), dem Kolpingwerk Deutschland und der Katholischen Landvolkbewegung Deutschlands (KLB) hat die kfd vor über 15 Jahren ein eigenes durch das Münchner ifo-Institut geprüftes Modell zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung entwickelt.

Das Rentenmodell der katholischen Verbände gibt eine zukunftsfähige Antwort. Ziele des Rentenmodells sind die soziale Sicherheit im Alter und die Stärkung des solidarischen Ausgleichs in der Gesellschaft.

Das Drei-Stufen-Modell beinhaltet:

  1. eine solidarische Pflichtversicherung für alle Einwohnerinnen und Einwohner (eine so genannte "Sockelrente"),
  2. eine Pflichtversicherung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und
  3. eine betriebliche und private Altersvorsorge.

Mehr Rente für pflegende Angehörige

Die kfd fordert eine deutliche Aufwertung der Rentenanwartschaften für die Pflege von Angehörigen: Das heißt, ein Rentenpunkt pro Jahr Pflege unabhängig von der Pflegestufe.

Angehörige sollen auch dann noch ihre Rentenanwartschaften steigern können, wenn sie nach dem Eintritt in die Rente pflegen. Die Anwartschaften auf die Rente müssen unabhängig von der Inanspruchnahme von Pflegesachleistungen angerechnet werden.

Rente für Zeiten ehrenamtlicher Arbeit

Die kfd fordert seit langem eine Berücksichtigung ehrenamtlicher Arbeit in der Rente. Denn für Gesellschaft, Staat und Kirche ist die unentgeltlich und freiwillig geleistete Arbeit von Frauen und Männern unverzichtbar. 

Alle Bürgerinnen und Bürger brauchen daher gute Rahmenbedingungen für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Postkartenaktion 2017

Um den Forderungen nach einer Rentenreform Nachdruck zu verleihen, hat das Rentenbündnis der katholischen Verbände im Jahr 2017 erneut eine gemeinsame Aktion gestartet.

Mit der Postkartenaktion "Jetzt die Weichen stellen und Altersarmut bekämpfen!" wurden neu- und wiedergewählte Abgeordnete des Deutschen Bundestages aufgefordert, sich für eine Rentenreform einzusetzen.

Materialien

  • Cappuccino-Modell: Rentenbündnis Das Rentenmodell der katholischen Verbände setzt sich wie ein Cappuccino aus drei Schichten zusammen. Flyer zum Cappuccino-Modell 2018 195 KB Download
  • Rentenbroschüre "Solidarisch und gerecht. Das Rentenmodell der katholischen Verbände", 2. überarbeitete Auflage, 2013 3 MB Download
  • Das ifo-Gutachen zum Rentenmodell der Verbände Ein Gutachten des renommierten Münchner ifo-Institut für Wirtschaftsforschung bestätigt das Rentenmodell katholischer Verbände. Unterstützt von der nordrhein-westfälischen Landesregierung, hatte das Institut das Modell auf seine Realisierbarkeit hin überprüft. Das Ergebnis wurde am 16. April 2007 in Berlin öffentlich vorgestellt. 875 KB Download
  • Kurzfassung der ifo-Ergebnisse 90 KB Download
  • kfd-Stellungnahme zum Zweiten Engagementbericht der Bundesregierung Demografischer Wandel und bürgerschaftliches Engagement: Der Beitrag des Engagements zur lokalen Entwicklung 108 KB Download
  • kfd-Positionspapier "Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf" Die kfd-Bundesversammlung verabschiedete am 1. Juni 2013 das Positionspapier "Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf". Grundlage des Papiers ist der erste Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, den die kfd intensiv diskutiert hat. Dieser nimmt erstmals den gesamten Lebensverlauf von Frauen und Männern in den Blick. 1 MB Download

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Stand: 01.06.2018
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