14. September 2015 Presse

Opladen: "Dialogprozess hat Kirche vorangebracht, nun braucht es Taten" - Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) begrüßt Abschluss des Dialogprozesses

Foto vom Treffen mehrerer kfd-Vertreterinnen zur gemeinsamen Vorbereitung auf die Würzburger Konferenz. Ganz links: kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen © Nina Ritter

Am Samstag, 12. September, ist mit dem fünften Gesprächsforum "Im Heute glauben: Wo Gott ist, da ist Zukunft" der fünfjährige Dialogprozess der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Würzburg zuende gegangen. Seit seinem Auftakt 2011 hat sich die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) mit zentralen Forderungen, vor allem nach mehr Einfluss von Frauen in Ämtern und Gremien sowie der Zulassung Geschieden-Wiederverheirateter zu den Sakramenten, in den Dialog eingebracht. Die kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen zieht Bilanz:

"Das Gesprächsklima in unserer Kirche hat sich deutlich zum Positiven hin verändert. Vieles wurde thematisiert, was Laien und vor allem uns Frauen seit langem beschäftigt. Die Notwendigkeit, die Beteiligung von Frauen in unserer Kirche zu verbessern, ist bei den Bischöfen angekommen. Es gibt einen hohen Nachholbedarf, Frauen in Leitungspositionen zu bringen."

Die kfd begrüßt, dass bisher eher tabuisierte Themen wie Trennung, Scheidung, Wiederheirat, Vielfalt der Lebens- und Familienformen, gleichgeschlechtliche Liebe, Sexualität und Körperlichkeit sprachfähiger geworden sind.

Doch jetzt steht die Notwendigkeit konkreter Veränderungen an, etwa deutlichere Teilhabe von Laien an Entscheidungsprozessen, offizielle Zulassung Geschieden-Wiederverheirateter zu den Sakramenten, Frauenförderpläne für Gemeinden/Diözesen oder Predigterlaubnis für Laien in der Eucharistiefeier.

Opladen: "Der Gesprächsprozess war ein gegenseitiger Lernprozess und hat die Kirche vorangebracht und konstruktiv verändert. Doch der Prozess darf in seiner konkreten Weiterarbeit nicht folgenlos bleiben – das habe ich immer gesagt."

Weitere Informationen
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Symposium als Beitrag zum Ende des Dialogprozesses der Deutschen Bischofskonferenz und als Erinnerung an den Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren.

Opens internal link in current windowkfd-Positionspapier "Frauen geben Kirche Zukunft" zum Auftakt des Dialogprozesses 2011.

Initiates file downloadGemeinsam verabschiedeter Abschlussbericht der Würzburger Versammlung zum Ende des Dialogprozesses.


Hintergrund
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit einer halben Million Mitgliedern der größte katholische Verband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. www.kfd.de.

Kontakt
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Pressesprecherin

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Stand: 14.09.2015