11. Dezember 2012 Presse

Mütterrente nicht gegen Griechenland-Hilfen ausspielen: kfd warnt vor Sparmaßnahmen auf Kosten der Rentengerechtigkeit

"Es ist empörend, wie leichtfertig die berechtigten Ansprüche älterer Mütter bei der Rente dem allgemeinen Spardiktat geopfert werden. Statt für Rentengerechtigkeit zu sorgen, nimmt man billigend in Kauf, dass Frauen, die ihre berufliche Karriere zugunsten der Erziehung ihrer Kinder zurückgestellt haben, in die Altersarmut abrutschen. Die Mütterrente ist zu wichtig, um sie gegen die Hilfe für Griechenland auszuspielen", so kommentiert die Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Maria Theresia Opladen, die jüngsten Äußerungen des Bundesfinanzministers.

Noch vor kurzem hatte sich die Regierungskoalition darauf verständigt, zu prüfen, inwieweit Erziehungszeiten von Müttern, die vor 1992 Kinder geboren haben, stärker bei der Rente berücksichtigt werden können. Derzeit kann für diese Kinder nur ein Rentenpunkt geltend gemacht werden. Für nach 1992 geborene Kinder werden hingegen drei Rentenpunkte berechnet. Diese Regelung hat zur Folge, dass nach heutigem Rentenwert und bezogen auf die alten Bundesländer, ältere Frauen rund 28 Euro, jüngere Mütter jedoch etwa 84 Euro monatliche Rente erhalten.

Vor diesem Hintergrund hatte die CDU auf ihrem letzten Bundesparteitag in Hannover beschlossen, ältere Mütter noch in der laufenden Legislaturperiode bei der Rente besserzustellen, allerdings unter Haushaltsvorbehalt. "Nun wird sich zeigen, welchen Stellenwert die Lebensleistung von Müttern bei der Bundesregierung besitzt. Werden die Frauen erneut übergangen, hat dies Signalwirkung auch für zukünftige Generationen", ist sich Opladen sicher.

Hintergrund:
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 600.000 Mitgliedern der größte katholische Verband in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter www.kfd.de

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Stand: 11.12.2012