21. Februar 2013 Presse

Mehr Frauen in Führungspositionen und Mitsprache für Frauen im Ehrenamt: Katholische Frauengemeinschaft begrüßt Zusagen der Bischöfe

Die Bischöfe haben im Rahmen des gestrigen Studientages der Deutschen Bischofskonferenz "Zum Zusammenwirken von Männern und Frauen im Dienst und Leben der Kirche" zugesagt, in den nächsten fünf Jahren den Anteil von Frauen in kirchlichen Führungspositionen zu erhöhen. Frauen im Ehrenamt sollen deutlicher einbezogen und ihre Stellung aufgewertet werden. "Die kfd begrüßt das sehr und wird den Prozess der Umsetzung kritisch verfolgen und begleiten", so Anna-Maria Mette, stellvertretende Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd): "Den Worten müssen nun konkrete Taten folgen!"

"Ehrenamtliches Engagement ist für den Sendungsauftrag der Kirche unverzichtbar. Dazu sind Anerkennung, Förderung, Qualifizierung und die Möglichkeit der Mitsprache auf allen Ebenen notwendig", hatte Mette in ihrem Referat zum Thema "Frauen im Ehrenamt – Erfahrungen aus den Verbänden und Pfarreien" beim Studientag betont. Ohne die Kompetenzen und den ehrenamtlichen Einsatz von Frauen wäre Kirche an vielen Orten nicht mehr präsent.

Die kfd blickt deshalb mit hohen Erwartungen den Vorschlägen zum Ausbau kirchlicher Beauftragungen für Laien entgegen. "Die Beauftragung von Frauen in Liturgie, Diakonie und Verkündigung macht ihr Wirken in der Gemeinde sichtbar und bindet sie konkret in seelsorgliche Strukturen ein", ist Mette überzeugt. Eine kirchliche Beauftragung erhöhe zudem die Akzeptanz von Seiten der Gemeinde und ermutige andere Frauen, ihre Berufung zu leben und ihre Fähigkeiten und Kompetenzen der Kirche und Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Das von Kardinal Kasper vorgeschlagene Amt einer Gemeindediakonin müsse nun im Rahmen der theologischen Diskussion um Ämter und Dienste in der Kirche diskutiert und kritisch geprüft werden.

"Ehrenamtliche Arbeit ist nicht umsonst zu haben. Sie braucht klare Rahmenbedingungen", betont Mette. Die kfd begrüßt insofern die Ankündigung der Bischöfe, Stellen und finanzielle Mittel zur Begleitung von Ehrenamtlichen zur Verfügung zu stellen. Hierbei sei maßgeblich, dass Ehrenamtliche auf Augenhöhe mitreden können und an Entscheidungen beteiligt werden. Das müsse sich auch in der Zusammenarbeit von Priestern und Laien in Zukunft deutlich bemerkbar machen.

Hintergrund:
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 550.000 Mitgliedern der größte katholische Verband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter www.kfd.de.

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Pressesprecherin

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Stand: 21.02.2013