31. Mai 2013 Presse

kfd bekräftigt ihre Forderung nach dem sakramentalen Diakonat

Einstimmig nahm die Bundesversammlung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) den Antrag an, die Forderung nach der Weihe von Frauen zur Diakonin aufrechtzuerhalten.

Damit sprachen sich alle rund 100 Delegierten, die noch bis zum 1. Juni 2013 in Mainz tagen, eindeutig gegen das von Kurienkardinal Walter Kasper ins Gespräch gebrachte Amt der Gemeindediakonin aus. Diese soll lediglich per Segen beauftragt werden.

"Frauen tragen im Wesentlichen das diakonische Tun vor Ort. Sie besuchen Kranke, sind als Katechetinnen und Lektorinnen tätig, feiern Wortgottesdienste, begleiten Trauernde und vieles mehr. Wir erwarten, dass sich dies auch in der Ämterstruktur der Kirche wiederfindet. Ein Diakoninnenamt zweiter Klasse reicht uns nicht", stellt Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der kfd, klar.

Die sakramentale Weihe sei eine Bestätigung und Anerkennung der Begabungen und Fähigkeiten der berufenen Frauen, so Opladen weiter. Der Vorschlag von Kardinal Kasper meine lediglich eine Beauftragung zu einer Tätigkeit, die Frauen eigentlich immer schon getan hätten. Zudem könne eine Beauftragung zurückgenommen werden, eine sakramentale Weihe nicht.

Die kfd hat in allen Programmatiken immer wieder eine vertiefte Sicht und eine grundlegende Neuorientierung im Verständnis und in der Verteilung von Ämtern, Macht und Verantwortung in der Kirche gefordert.

Bereits im Orientierungs- und Arbeitsprogramm 1979 nennt sie die Einführung des sakramentalen Diakonats einen unverzichtbaren Schritt auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche. Als Beitrag zum Dialogprozess hat der Verband in seinem Positionspapier "Frauen geben Kirche Zukunft" das Anliegen erneut aufgegriffen und deutlich gemacht, dass das Handeln von Frauen für die Glaubwürdigkeit einer diakonischen Kirche unverzichtbar ist.

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Saskia Bellem

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Stand: 31.05.2013