29. Oktober 2014 Presse

Altersarmut bleibt die zentrale Herausforderung für das Rentensystem: Rentenbündnis katholischer Verbände fordert weiterführende politische Lösungsansätze für eine armutsfeste und gerechte Alterssicherung

Anlässlich einer Fachtagung zur aktuellen Rentenpolitik, die heute in Köln stattgefunden hat, warnen Vertreterinnen und Vertreter des Rentenbündnisses der katholischen Verbände die Regierungskoalition davor, sich auf den rentenpolitischen Entscheidungen der letzten Monate auszuruhen. Im Gespräch mit der Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese (SPD) und dem arbeitsmarktpolitischen Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Karl Schiewerling, drängte das Rentenbündnis auf die Entwicklung weiterführender politischer Lösungsansätze zur Bekämpfung der Altersarmut.

Stefan Becker, Präsident des Familienbundes der Katholiken (FDK), Regina Dolores Stieler-Hinz, Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), Anna-Maria Mette, stellvertretende Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Barbara Breher, stellvertretende Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland, und Korbinian Obermayer, Bundesvorsitzender der Katholischen Landvolkbewegung Deutschland (KLB), waren sich einig: Altersarmut bleibt auch in Zukunft die zentrale Herausforderung für das Rentensystem. Darüber können aus Sicht der Verbände auch die punktuellen Verbesserungen des im Juli in Kraft getretenen Rentenpaketes der großen Koalition nicht hinwegtäuschen.

Das Rentenmodell der katholischen Verbände liefert nach Auffassung des Rentenbündnisses nach wie vor zukunftsweisende Antworten auf die immer drängender werdenden Fragen eines solidarisch und gerecht gestalteten Generationenvertrages. Ein zentraler Baustein in diesem Zusammenhang ist die im Rentenmodell verankerte Sockelrente sowie eine angemessene soziale Absicherung für die Pflege Angehöriger. Die Verbände sehen darüber hinaus die Notwendigkeit, politische Lösungen zu entwickeln, die darauf abzielen, weitere Erwerbstätige in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Damit würde nicht nur das Risiko der Altersarmut gemindert, sondern auch stabilisierende Effekte für den Beitragssatz und das Rentenniveau erzielt.

Vor diesem Hintergrund fordert das Rentenbündnis die Bundesregierung und die Parteien auf, die im Koalitionsvertrag beschlossenen Reformüberlegungen zur Bekämpfung der Altersarmut unverzüglich aufzugreifen und dabei die Ansätze des Rentenmodells der katholischen Verbände einzubeziehen.

Hintergrund:
Das Rentenbündnis der katholischen Verbände hat ein Rentenmodell entwickelt, das das umlagefinanzierte, solidarische und leistungsbezogene System der gesetzlichen Rentenversicherung stärkt, Altersarmut verhindert, eine eigenständige Alterssicherung von Frauen und Männern sicherstellt sowie Erziehungs- und Pflegezeiten stärker anerkennt. Näheres dazu unter www.buendnis-sockelrente.de.

Kontakt
Saskia Bellem

Pressesprecherin

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Stand: 29.10.2014