24. September 2020 Presse

kfd-Statement zum Abschluss der DBK-Herbstvollversammlung

kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil. Foto: kfd/Anne Orthen

kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil äußert sich wie folgt:

"Die katholische Kirche steht am Scheideweg. Sie muss sich fragen: Will sie die Hälfte der Mitglieder nur aufgrund ihres Geschlechts ausschließen?

Die Amtskirche sieht die Fähigkeiten der Frauen nicht. Frauen dürfen nicht mitentscheiden und können ihre Berufung, geweihte Ämter zu übernehmen, nicht leben.

Die katholische Kirche muss sich fragen: Gehen wir gemeinsam in die Zukunft und bleiben das, was wir waren und in Teilen immer noch sind: eine relevante Kraft in unserer Gesellschaft?

Wir sehen die Bischöfe, die sich ernsthaft auf den Weg gemacht haben und möchten sie darin bestärken: Gehen Sie diesen Weg weiter gemeinsam mit uns!

Wir sehen jedoch auch den teils reflexartigen Verweis auf den Vatikan. Hier ist jeder einzelne Bischof in der Pflicht, sich zu fragen, welchen Weg er gehen will."

Zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs:

"Dass die Bischöfe sich mit den Ausgleichszahlungen an die zahlreichen Missbrauchsopfer intensiv beschäftigt haben, war längst überfällig und notwendig. Doch darum musste erst jahrelang gerungen werden. Die Opfer leiden ihr Leben lang. Der Missbrauch wurde systematisch vertuscht und verdunkelt.

Jedem muss klar sein, dass die Kirche sich auch in dieser Hinsicht strukturell erneuern muss. Klerikal-autoritäre Machtstrukturen haben in unserer Kirche keinen Platz."

Kontakt
Julia Kaballo

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0211 44992-25
Mobil: 0170 3805022

julia.kaballoat-Zeichenkfd.de

Stand: 24.09.2020
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