12. Mai 2020 Presse

12 Frauen. 12 Orte. 12 Predigten.

Die 12 kfd-Predigerinnen. Fotos: kfd, privat

Erster bundesweiter Predigerinnentag in der katholischen Kirche. Zum Tag der Apostelin Junia am Sonntag, 17. Mai, werden erstmals 12 Frauen an 12 Orten in ganz Deutschland predigen. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es Änderungen.

 Zum Tag der Apostelin Junia (Sonntag, 17. Mai 2020) organisiert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) - Bundesverband e.V. eine Premiere: Erstmals werden zwölf Frauen, die als Geistliche Leiterinnen oder Begleiterinnen in der kfd aktiv sind, an zwölf Orten bundesweit an demselben Tag predigen. Beteiligt sind die kfd-Diözesanverbände in den (Erz)Bistümern Aachen, Berlin, Essen, Köln, Magdeburg, Mainz, München-Freising, Münster, Osnabrück, Paderborn und Trier.

Die Frauen wollen damit deutlich machen, dass sie ihrer Berufung folgen, und tragen ihre Forderung nach einer geschlechtergerechten Kirche dorthin, wo es an Gleichberechtigung bislang fehlt: in die katholischen Kirchen.

Vielfalt und Flexibilität in der Corona-Krise

"Ursprünglich wollten wir alle in einer Eucharistiefeier predigen. Die Corona-Krise zwingt uns, einmal mehr zu beweisen, dass wir Frauen flexibel und geübt darin sind, das Beste aus einer Situation zu machen. Und die Vielfalt unserer gewählten Formate bildet nicht zuletzt die Vielfalt in unserem großen Verband ab", so Ulrike Göken-Huismann, seit 2013 Geistliche Begleiterin der kfd auf Bundesebene und Mitglied im kfd-Bundesvorstand.

Neben Live-Predigten im Rahmen von Eucharistie- oder Wortgottesfeiern stehen manche Predigten als Video-Andachten, Podcast oder Textdatei zur Verfügung.

Auch Göken-Huismann (Bistum Münster) kann nicht wie geplant in einer Eucharistiefeier predigen, dafür predigt sie gleich dreimal in Wortgottesfeiern: am Samstag, 16. Mai, um 18.30 Uhr in St. Willibrord (Goch-Hassum) sowie am Sonntag, 17. Mai, um 9.30 Uhr in St. Petrus (Goch-Hommersum) und um 11.00 Uhr in St. Stephanus (Goch-Kessel/Niederrhein).

Von Junias zu Junia: Frühes Beispiel von Sexismus

Der Gedenktag der Apostelin Junia für die Aktion ist laut Göken-Huismann nicht zufällig gewählt: "Junia wird in der neuen Einheitsübersetzung von 2016 klar und deutlich Apostelin genannt. Ich freue mich sehr darauf, an ihrem Festtag zu predigen und quasi in ihrer Nachfolge das Wort Gottes zu verkünden."

Durch einen Übersetzungsfehler dachte man jahrhundertelang, es handele sich um einen Mann namens Junias. Die Einheitsübersetzung 2016 macht aus Junias endlich wieder Junia.

Aktion als Beitrag zum Synodalen Weg

Für Göken-Huismann ist dies ein frühes Beispiel geschlechtsspezifischer Ungleichbehandlung, das die politische Komponente der Aktion betone. "Ich verstehe unsere Aktion auch als Beitrag der kfd zum Synodalen Weg der Kirche in Deutschland: Die Rücknahme des Predigtverbotes für Lai*innen in der Eucharistiefeier wäre ein kleiner, aber wichtiger Schritt im Hinblick auf die notwendige Erneuerung der Kirche."

Die 58-jährige Göken-Huismann leitete nach ihrem Studium der Katholischen Theologie jahrelang eine Einrichtung der katholischen Erwachsenenbildung. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Goch.

Hinweis für die Medien:

Die Predigerinnen stehen für Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an Saskia Bellem, Pressesprecherin im kfd-Bundesverband (0211 44992-25, saskia.bellemat-Zeichenkfd.de), oder an die jeweilige kfd-Diözesangeschäftsstelle.

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Stand: 12.05.2020
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