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21. Juni 2022 Presse

Gemeinschaft in Zeiten der Pandemie: kfd-Frauen für mutige Projekte ausgezeichnet

Die Frauen von der kfd Teresa von Avila freuen sich über den Mutmachpreis(v.l.n.r.): Claudia Zabel (Vorstandsmitglied), Marianne Rohde (Vorsitzende) sowie Angelika Dreher (Vorstandsmitglied) Foto: kfd/Kay Herschelmann

Düsseldorf, 21. Juni 2022 – Die Marianne Dirks Stiftung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. hat den „Mutmachpreis“ verliehen: Ausgezeichnet wurden drei innovative Gruppenprojekte der kfd, die in der Corona-Zeit in besonderer Weise Kontakt mit Frauen gehalten, Aktionen und Angebote gemacht, oder über digitale Formate die Kommunikation zu ihren Mitgliedern aufrechterhalten haben. Durch den festlichen Abend führten Monika Mertens, Vorsitzende der Marianne Dirks Stiftung; ihre Stellvertreterin Inge Dahlbüdding-Heintel sowie Maria Theresia Opladen, Vorsitzende des Kuratoriums, als Laudatorin.

1.     Platz – Auf den Spuren (fast) vergessener Frauen

„Frauen, ist Euch das genug?“ Dieser Frage zur Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft ist die Gruppe kfd Teresa von Avila aus Mannheim nachgegangen und hat einen Pilgerinnenweg auf den Spuren (fast) vergessener Frauen konzipiert. Der Weg führte zu den Gräbern von Frauen, deren bemerkenswerte Leistung kaum bekannt sind. „Sie sollen mit ihrem Einsatz und ihren Leistungen nicht im Verborgenen bleiben und in Vergessenheit geraten, sondern einen Namen und eine Stimme erhalten, damit sie im Bewusstsein und der Erinnerung der nachfolgenden Generation gegenwärtig bleiben“, sagt Marianne Rohde, Vorsitzende der kfd Teresa von Avila.

Ihre Spurensuche in den privaten Archiven führte die Initiatorinnen zu Frauen, die unter teils schwierigen Bedingungen viel Mut und Durchsetzungskraft bewiesen haben, ihre Träume gegen Widerstände zu verwirklichen und zu leben. 

Überwältigt war die erst 2019 gegründete Gruppe Teresa von Avila von dem großen Erfolg ihres Projektes und dem verliehenen ersten Preis, der mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro dotiert wurde. Die Hälfte des Preisgeldes geht an das Spendenkonto des kfd-Diözesanverbandes Trier für die Hochwasserhilfe betroffener Frauen und Familien im Ahrtal. 

2.     Platz – Pilgern auf dem Weg zur Nachhaltigkeit

Der zweite Platz des Mutmachpreises und ein Preisgeld von 1.000 Euro gingen an die Frauen von der kfd St. Bonifatius in Lingen für ihre besondere Idee, einen nachhaltigen Pilgerinnenweg zu gestalten. Gemeinsam mit anderen Partner*innen steuerten die beiden Initiatorinnen des Projektes, Maria Niemann und Traute Pott, verschiedene Stationen an: den Bio- und Unverpacktladen, den Weltladen, die Photovoltaikanlage des Gemeindezentrums sowie eine Blühwiese. An allen Stationen gab es neben dem spirituellen Impuls viel Wissenswertes über das jeweilige Thema zu erfahren, etwa zu Foodsharing, erneuerbaren Energien, Lebensmittelverschwendung oder Carsharing. 

Erste Führungen entlang des Weges fanden bereits statt. Weitere Termine sind in Planung. Inzwischen hat der Lingener Tourismusverband angefragt, den nachhaltigen Pilgerweg mit in sein Programm aufnehmen zu dürfen.

3.     Platz – Tanzen für Familien

„Die Frauen der kfd-Pfarrgruppe St. Severin in Frechen haben viel Rhythmus im Blut“, kündigte Maria Theresia Opladen, Vorsitzende des Kuratoriums der Marianne Dirks Stiftung, die Gewinnerinnen des mit 500 Euro dotierten dritten Platzes an.  

Die jungen berufstätigen Mütter und ihre Kinder haben unter der Corona-Pandemie besonders gelitten: Lockdowns, Kontaktbeschränkungen, Homeschooling, Kinderbetreuung, Homeoffice, Mangel an Bewegung und sozialen Kontakten. All` dies hat Familien ganz besonders an die Belastungsgrenze geführt. 

„Mit dem Familientanzcorps haben Sie den Familien etwas von dem Gemeinschaftsgefühl zurückgegeben, dass uns allen gefehlt hat“, erläuterte Opladen die Entscheidung der Jury. 

Ob im Pfarrsaal, in der Natur oder am heimischen Computer: Während die Kinder sich beim Tanzen austobten, hatten Mütter und Väter die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern auszutauschen. „Auf diese Weise ist es uns gelungen, nicht nur die Kinder wieder zu vernetzen, sondern auch neue Kontakte und Freundschaften zwischen Müttern zu knüpfen“, so die kfd St. Severin. Logo und Kostüme entwickelte die Gruppe in Eigenregie. Neu in der Gruppe ist ein Kind aus der Ukraine, das bei Musik und Tanz und der Gemeinschaft mit anderen Kindern ein Stück Normalität erleben kann. 

Über die Marianne Dirks Stiftung

Die Marianne Dirks Stiftung ist im Jahr 2004 als gemeinnützige Stiftung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. mit Sitz in Düsseldorf gegründet worden. Sie versteht sich als Anwältin für die Rechte von Frauen. Vor allem die Gleichstellung von Frauen und Männern in Kirche und Gesellschaft ist ihr Ziel. Mit dem Preis „Mutmachfrauen“ möchte die Stiftung das gemeinschaftliche Engagement von Frauen im Andenken von Marianne Dirks fördern.

Ihre Ansprechpartnerin

Kerstin Zech
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Mobil: 0159-04732557
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Kontakt
Barbara Stöckmann

Pressereferentin

Telefon: 0211 44992-25

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Stand: 21.06.2022
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