21. März 2022 Presse

Endlich: Frauen können auch Kurienbehörden leiten

Die stellvertretende Bundesvorsitzende Prof'in Agnes Wuckelt begrüßt den überfälligen Schritt des Papstes. Foto: kfd/Kay Herschelmann

Düsseldorf, 21. März 2022. Es gibt Neuigkeiten aus dem Vatikan: Papst Franziskus hat seine neue Verfassung der römischen Kurie mit dem Titel „Praedicate evangelium“ (Verkündet das Evangelium) veröffentlicht. Pfingsten, am 5. Juni 2022, tritt sie in Kraft. Die besondere Neuerung: Laien, Männer wie Frauen, können nun vatikanische Behörden leiten. Endlich ein Schritt nach vorne, findet die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V..

„Wir begrüßen den längst überfälligen Schritt des Papstes“, sagt die stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende Prof`in Agnes Wuckelt. „Bereits seit einigen Jahren warten wir auf die Veröffentlichung der neuen Kurienverfassung und damit auf den offiziellen Startschuss für uns Frauen, auch bedeutende Ämter in der Kirche wahrnehmen zu können. Seit einiger Zeit hat Papst Franziskus vorauseilend Frauen in die Leitungsebene berufen – dies erhält nun durch die neue Verfassung eine rechtliche Basis.“

Die Neuordnung sei ein kleiner Schritt Richtung Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der katholischen Kirche. „Der Zugang zum Diakoninnen-Amt dürfte dann auch nicht mehr weit sein so, wie es ein Beschluss des Synodalen Weges ist", betont Wuckelt.

Die Apostolische Konstitution "Praedicate evangelium" regelt den Aufbau der Kurie, darunter den Aufbau der sogenannten Dikasterien (Ministerien), Justiz- und Wirtschaftsorgane sowie der Büros des Heiligen Stuhls. Die neue Kurienverfassung ersetzt die Kurienordnung „Pastor bonus“ von Papst Johannes Paul II. von 1988.

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Stand: 21.03.2022