19. Februar 2021 Presse

"Die Missbrauchsaufarbeitung läuft zu schleppend!"

Seit 2018 fordert die kfd #MachtLichtAn. Anlässlich der DBK-Frühjahrsvollversammlung 2021 erneuert sie ihre Forderungen. Grafik: kfd

Die kfd unterstützt die Petition der Betroffeneninitiative Eckiger Tisch e.V.

Im Vorfeld der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in der kommenden Woche wiederholt die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) - Bundesverband e.V. ihre Kritik am Umgang mit dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche.

"Sexualisierte Gewalt muss innerhalb der katholischen Kirche endlich einheitlich und unabhängig aufgeklärt werden. Der Prozess läuft oft viel zu schleppend und hängt vom Aufklärungswillen der Bistumsleitungen ab", sagt Mechthild Heil, kfd-Bundesvorsitzende.

Die kfd unterstützt die Petition "Aufarbeitung, Hilfe und Entschädigung für die Opfer sexueller Gewalt in der Kirche!" der Betroffeneninitiative Eckiger Tisch e.V. Die Petition fordert unter anderem die Aufarbeitung durch den Deutschen Bundestag.

Wenige Tage bevor die Bischöfe zu ihrer digitalen Vollversammlung zusammen treffen, macht die kfd auf Facebook und Instagram sowie auf der Homepage im Rahmen der Aktion #MachtLichtAn auf ihre Forderung nach einer klaren Aufklärung und Aufarbeitung des Missbrauchsskandals aufmerksam. Gemeinsam mit den Diözesanverbänden/dem Landesverband zeigt der kfd-Bundesverband mit deutlichen Botschaften, was er von den Bischöfen erwartet.

Hintergrund

Am 12. Dezember 2018 folgten tausende Menschen dem Aufruf #MachtLichtAn der kfd: An über 160 Orten in ganz Deutschland leuchteten sie mit Taschenlampen auf dunkle Kirchentüren, um sinnbildlich Licht ins Dunkel der zuvor bekanntgewordenen kirchlichen Missbrauchsfälle zu bringen.

Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche und die Ergebnisse der MHG-Studie im Jahr 2018 waren auch Auslöser für den Synodalen Weg. Diesen hatten die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken 2019 ins Leben gerufen, um sich der Situation zu stellen und das zu reformieren, was im klerikalen System zum verübten Unrecht beigetragen und es maßgeblich begünstigt hat. Die kfd ist mit drei Delegierten am Reformprozess beteiligt.

Kontakt
Julia Kaballo

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0211 44992-25
Mobil: 0170 3805022

julia.kaballoat-Zeichenkfd.de

Stand: 19.02.2021
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