17. April 2013 Presse

Auszeichnung für Fortbildung zur Kulturmittlerin: Modellprojekt der kfd gewinnt im Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz"

kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen (vorne links) und Vorstandsmitglied Josefa Maria Bernal Copano (vorne rechts) präsentieren die Urkunde, mit der das Modellprojekt "Grenzen überwinden – gemeinsam lernen – Integration gestalten" im Rahmen des Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet wurde (Quelle: DER DOM/Wolfgang Maas).

Im Rahmen des Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz" wurde jetzt ein Modellprojekt der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) mit einem Preisgeld von 4.000 Euro ausgezeichnet. Unter dem Motto"Grenzen überwinden – gemeinsam lernen – Integration gestalten" bildeten sich über einen Zeitraum von zwei Jahren Frauen mit und ohne Migrationshintergrund zu "Kulturmittlerinnen" fort.

Ausgeschrieben worden war der Wettbewerb vom Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT). Die öffentliche Preisverleihung fand in der Bürgerhalle des Rathauses Dortmund statt. Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau, würdigten Leo Monz, Mitglied im Beirat des BfDT, und Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle des Bündnisses, die Preisträger. Für die kfd nahmen Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen und Vorstandsmitglied Josefa Bernal Copano die Auszeichnung entgegen. "Unser Modellprojekt hat gezeigt, dass ehrenamtliches Engagement im ganz persönlichen Umfeld viel zur Integration beitragen kann. Die Auszeichnung bestärkt uns darin, die Fortbildung zur Kulturmittlerin auf breiter Ebene fortzusetzen", betonte Opladen. In diesem Sinne will der Verband auch das gewonnene Preisgeld einsetzen.

Insgesamt 28 Frauen wurden bisher zu Kulturmittlerinnen fortgebildet. Gemeinsam setzten sie sich intensiv mit ihren kulturellen Wurzeln auseinander und erprobten Methoden für den interkulturellen und interreligiösen Dialog. Dazu stießen sie selbst eigene Integrationsprojekte in ihren Heimatorten an. Alle Initiativen haben gemeinsam, dass sich dort Frauen verschiedener Herkunft und Kulturen auf Augenhöhe begegnen und austauschen. Die aus der Fortbildung hervorgegangenen Teilprojekte reichen vom internationalen Frauentreff über interkulturelle Stadtführungen bis zur Ausbildung von mehrsprachigen Vorlesepatinnen. Auf diese Weise entstanden Konzepte für unterschiedlichste Veranstaltungsformate, die zur weiteren Nachahmung anregen sollen.

Hintergrund:
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 550.000 Mitgliedern der größte katholische Verband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen zur kfd und zu ihrem Modellprojekt "Grenzen überwinden – gemeinsam lernen – Integration gestalten" unter www.kfd.de und www.kfd-bundesverband.de/projekte/archiv/kfd-fortbildung-zur-kulturmittlerin.html

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) wurde im Mai 2000 von den Bundesministerien des Inneren und der Justiz gegründet. Es ist der Bundeszentrale für politische Bildung angegliedert.

Kontakt
Saskia Bellem

Pressesprecherin

Telefon: 0211 44992-25

saskia.bellemat-Zeichenkfd.de

Stand: 17.04.2013