Das Klimaschutzpaket der kfd

Gottes gute Schöpfung bewahren: Das Engagement für Klimaschutz und Nachhaltigkeit spielt in der Arbeit der kfd schon seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle.

Im Mai 2012 wurde ein "Klimaschutzpaket" geschnürt. Der Ständige Ausschuss "Hauswirtschaft und Verbraucherthemen" der kfd hat darin unter dem Motto "kfd konsumiert klimafreundlich" sechs Broschüren zu sechs Schwerpunkten zusammengestellt.

Jede Broschüre enthält zahlreiche Anregungen, Impulse, goldene Regeln, Modelle für die Gruppenarbeit und Wortgottesfeiern.

Alltagstauglich und praxiserprobt wird gezeigt, wie Klimaschutz zu Hause und in den Frauengemeinschaften gelingen kann.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie vom Bundesumweltamt gefördert.

Vorschläge zu klimafreundlichem Verhalten:

Klimafreundlich unterwegs
  • Kurze Wege zu Fuß zurücklegen oder mit dem Fahrrad fahren.
  • Einkäufe möglichst vor Ort und zu Fuß erledigen.
  • Produkte aus der Region bevorzugen, denn auch Transportwege  schädigen das Klima.
  • Öffentliche Verkehrsmittel benutzen.
  • Fahrgemeinschaften bilden.
  • Beim Autofahren auf den Fahrstil achten. Tempo 100 statt Tempo 130 spart 27 Prozent Sprit.
  • Auf Flugreisen verzichten.

 

Das mache ich morgen:

  • Einen schicken Trolley für Einkäufe besorgen.
  • Nach Carsharing-Modellen vor Ort erkundigen.
  • Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden.
  • Urlaubsreisen klimaschützend planen.
  • Beim Autokauf auf den Spritverbrauch achten.
  • Klimafreundlich unterwegs Weiterführende Informationen 136 KB Download
Feste feiern - Klima schützen
  • Gut erreichbaren Veranstaltungsort auswählen.
  • Die Veranstaltung - wenn möglich - mit einer anderen vor Ort kombinieren.
  • Die Zeitplanung so vornehmen, dass An- und Abreise mit Bus und Bahn möglich ist.
  • Tipps für die Verkehrsmittelwahl geben (zum Beispiel Fahrzeiten des ÖPNV).
  • Fahrgemeinschaften anregen und unterstützen.
  • Für die Technik vor Ort (Verstärkung, Beleuchtung, Strom) gilt: Leihen statt kaufen.
  • Ökostrom nutzen oder ohne Strom beleuchten.
  • Keine üppigen Wegwerf-Artikel beschaffen, sondern wiederverwertbare Materialien bevorzugen.
  • Bei größeren Veranstaltungen: Geschirrmobil mieten.
  • Kein Plastik (Geschirr, Bestecke, Becher, Tischtücher usw.) benutzen.
  • Keine Kleinverpackungen (Portionsverpackungen) anbieten.
  • Möglichst biologisch abbaubare Materialien einsetzen.
  • Stoffservietten bevorzugen, mindestens Servietten aus Recycling-Papier.
  • Gläser markieren, um sie mehrfach nutzen zu können.
  • Beim Essen die Prinzipien regional, saisonal, bio-fair, vegetarisch umsetzen und Portionsmengen beachten.
  • Getränke aus der Region und aus fairem Handel bevorzugen. Wasser aus dem Hahn anbieten, Mehrwegflaschen, Bier vom Fass anbieten.
  • Abfall trennen und komplett entsorgen.
  • CO2-Kompensation durch z.B. Baumpflanzaktion oder mit "atmosfair" oder "myclimate" kooperieren.
  • Checkliste für die Planung klimafreundlicher Feste 217 KB Download
  • Klimafreundliche Feste Weiterführende Informationen 131 KB Download
Klimaschutz gehört auf den Tisch
  • Nichts wegwerfen, alle Teile und auch Reste verwerten.
  • Mehr Gemüse, Obst und Getreide essen.
  • Verantwortungsvoller Verzehr von Fleisch und Wurst.
  • Weniger Milchprodukte, Butter und Käse essen.
  • Leben und Lebensmittel wertschätzen.
  • Saisonale Produkte bevorzugen - essen im Rhythmus der Jahreszeit.
  • Regionale Produkte bevorzugen - essen, was vor Ort wächst.
  • Bioprodukte bevorzugen.
  • Auf faire Produktionsbedingungen achten.
  • Lebensmittel klimaschonend lagern und verarbeiten, also zum Beispiel weniger einfrieren. Stattdessen traditionelle Methoden der Lagerung wie Erdmieten oder Einkochen bevorzugen und mit möglichst wenig Energie kochen und haushalten.
  • Klimafreundliche Rezepte Rezepte für Brotaufstriche und Snacks 148 KB Download
Prima-Klima-Kleidung
  • Nur so viel Kleidung kaufen wie notwendig.
  • Langlebige, nicht extrem modeabhängige Textilien auswählen.
  • Hochwertige Textilien kaufen, die "frau" länger tragen und gut kombinieren kann.
  • Möglichst auf helle und naturbelassene Kleidung aus ökologischen Kollektionen zurückgreifen.
  • Kindgerechte und zweckmäßige Kleidung für Kinder kaufen, am besten Second Hand.
  • Abgelegte Kleidung weitergeben oder auf Basaren und Flohmärkten verkaufen.
  • In Fachgeschäften nach ökologischer Kleidung fragen.
  • Kleiderbörse - zum Beispiel für Abendgarderobe - einrichten.
  • Gut erhaltene Kleidung an Sozialkaufhäuser oder Kleiderkammern verschenken.
  • Altkleider an gemeinnützige Sammler geben oder an Einrichtungen, die mit dem Dachverband FairWertung e.V. zusammenarbeiten.
  • Kleidungsstücke besser nicht kaufen, wenn sie nach Chemie riechen, separat gewaschen oder nur gereinigt werden sollen, als "bügelfrei" oder "wash and wear" gekennzeichnet sind. Diese Kleidungsstücke sind in der Regel chemisch ausgerüstet.
  • Klimafreundlicher Kleiderkauf Weiterführende Informationen 135 KB Download
  • Goldene Regeln fürs klimafreundliche Waschen, Trocknen und Bügeln 101 KB Download
Gutes Geld für gutes Klima
  • Suchen Sie Banken mit ethisch-ökologischem Anspruch oder aus dem kirchlichen Raum mit Angeboten für "ethisches Investment".
  • Es gibt heute sowohl für das schnell verfügbare Tagesgeld als auch für langfristige Anlagen bis hin zur nachhaltigen Altersvorsorge eine ethische Alternative zum normalen Markt.

Überlegen Sie, welche Kriterien Ihnen wichtig sind:

  • Sollen bestimmte Branchen, Produkte oder Aktivitäten von Unternehmen ausgeschlossen werden? Z.B. Rüstungsindustrie, Produzenten von gentechnisch veränderten Lebensmitteln o.ä.
  • Möchten Sie bestimmte positive Kriterien erfüllt wissen? Z.B. freiwillige Klimawirkungsmessungen, Frauenförderung, Mikrokreditvergabe o.ä.
  • Oder sind Sie mit dem "best in class"-Ansatz zufrieden, der keine generellen Ausschlüsse vorsieht, sondern in den jeweiligen Branchen Unternehmen aussucht, die "relativ am besten" abschneiden? 

Alternative Angebote einholen und unabhängige Beratung einfordern

  • Vor Abschluss eines Vertrages sollten unbedingt mehrere Angebote eingeholt werden. Es kann sehr aufschlussreich sein, das Angebot eines Unternehmens vom Vertreter eines weiteren Unternehmens  kommentieren zu lassen, um die Produkte besser zu durchschauen.
  • Am besten ist eine unabhängige Beratung wie sie die Verbraucherzentralen anbieten, weil hier keine versteckten Verkaufsabsichten befürchtet werden müssen. Verbraucher-Beratungsstellen am Wohnort oder in der Nähe sind unter www.verbraucherzentrale.de zu finden.

Empfehlungen in Anlehnung an "Verbraucherzentrale: Klimabewusst Geld anlegen"

Nachhaltig bauen und wohnen
  • Externe unabhängige Beratungsangebote (Energieberatung) und Energieausweis für das eigene Haus ausstellen lassen oder Vermieter auffordern, diesen ausstellen zu lassen.
  • Bei Neubauten und Renovierungen oder Modernisierungen langfristig denken und immer den optimalen Energiestandard einplanen.
  • Auf bestmögliche Dämmung und Wärmeisolierung achten. Dachboden-Dämmen ist seit Ende 2011 Pflicht bei Eigentümerwechsel.
  • Bei Altbauten mit Hilfe einer unabhängigen Energieberatung einen Modernisierungsplan aufstellen.
  • Heizung erneuern und effiziente Lüftungstechnik einbauen.
  • Baustoffe wie Holz, Lehmputz und andere nach Dämmeigenschaften, ökologischen und Klimaschutzaspekten auswählen.
  • Den Garten atmen lassen: Grünflächen nicht versiegeln. 1 qm Rasen bindet 1,8 Tonnen CO2-e.
  • Heizenergie einsparen:
    Die Heizung runter schalten, denn jedes Grad weniger Raumtemperatur spart bis zu sechs Prozent Energie, wenig genutzte Räume niedriger heizen.
    Heizungsregelung optimal einstellen und tageszeitgestufte Regelung nutzen.
    Wer tagsüber außer Haus ist, kann die Heizung niedriger stellen,
    Heizkörper entlüften und Wasserdruck im Heizsystem kontrollieren,
    Heizkörpernischen isolieren, Rollläden, Fensterläden und Vorhänge in kalten Nächten schließen, stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster und Durchzug, undichte Fenster und Türen abdichten.
  • Strom sparen:
    Tür zu, Licht aus, Stand-by ausschalten, Stromfresser abschaffen und möglichst energiearme Geräte kaufen.
    Strommessgeräte helfen, Stromfressern im Haushalt auf die Spur zu kommen. Die Messgeräte können in der Regel bei den Energieversorgern ausgeliehen werden.
Stand: 09.04.2018
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