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Erwerbs- und Sorgearbeit

Zweiter Gleichstellungsbericht 

Der zweite Gleichstellungbericht der Bundesregierung (2017)

  • erscheint einmal pro Legislaturperiode
  • Schwerpunkt des zweiten Berichtes: das Verhältnis von Sorge- und Erwerbsarbeit.

Ergebnisse

  • Frauen leisten im Leben anderthalbmal so viel unbezahlte Arbeit in Familie, Pflege, Haushalt und Ehrenämtern wie Männer. Der "Gender Care Gap" liegt bei 52,4 Prozent.
  • Frauen kochen, waschen, pflegen und betreuen Angehörige täglich durchschnittlich 87 Minuten länger als Männer. 
  • Mit Mitte 30 arbeiten Frauen im Durchschnitt jeden Tag über fünf Stunden unbezahlt, Männer zweieinhalb.
  • Auswirkungen auf die Verwirklichungschancen: Frauen verdienten im Jahr 2017 über alle Branchen und den Lebenslauf hinweg 21 Prozent weniger als Männer.
  • Entsprechend sind auch ihre Rentenansprüche niedriger: Die Altersbezüge von Frauen sind nur halb so hoch wie die der Männer. 

Gutachten zum Gleichstellungsbericht

Die Sachverständigenkommission, die das Gutachten für den Gleichstellungsbericht erarbeitet hat, hat wesentliche Aspekte aufgegriffen, die die kfd seit längerem fordert. Lebensphasen, in denen Sorgearbeit im Zentrum steht, müssen sozial abgesichert werden. Zum Beispiel durch eine bessere Anerkennung von Pflegezeiten in der Rente.

Ebenso fordert das Gutachten die Aufwertung von Berufen in Erziehung, Pflege, Gesundheit und Haushaltsbezogenen Dienstleistungen, in denen gesellschaftliche Sorgearbeit geleistet wird.

Im kfd-Projekt "Haushalte als Arbeitgeber" hat sich der Verband intensiv mit der Notwendigkeit befasst, Haushaltsbezogene Dienstleistungen aus der Schwarzarbeit in fair bezahlte legale Beschäftigungsverhältnisse zu überführen.

Ein weiteres wichtiges kfd-Anliegen ist die Forderung nach flexiblen Arbeitszeiten, die den jeweiligen Bedingungen von Frauen und Männern in verschiedenen Lebensbereichen entsprechen - vor allem das Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit.

Stand: 17.05.2021
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