Minijob

Rente und Arbeitsrechte für alle

Die kfd fordert die eigenständige soziale Sicherung von Frauen und Männern. Minijobs bieten diese Sicherheit nicht.

Es sind vor allem Frauen, die aufgrund von Familienaufgaben, wie Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen, ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen und danach oft in Minijobs oder Teilzeit ins Berufsleben zurückkehren.

Eine Lösung, die zunächst im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf praktisch erscheint, doch auf Dauer entstehen neue Probleme. Gerade Minijobs erweisen sich als berufliche Sackgasse.

Keine Brücke in den Arbeitsmarkt

Der Anstieg der atypischen Arbeitsverhältnisse (Minijob) zulasten normaler Arbeitsverhältnisse (Vollzeit-/Teilzeitarbeit, Leiharbeit, befristete Arbeitsverhältnisse) führt zwangsläufig zu zunehmender sozialer Unsicherheit, sowohl in der Lebens- als auch in der Familienplanung.

Die kfd fordert die eigenständige soziale Sicherung von Frauen und Männern. Angesichts der Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, Veränderungen im Eherecht und der Lage der Altersversorgung scheint die Forderung aktueller denn je.

Minijobs sind keine Brücke in den Arbeitsmarkt, also in reguläre Beschäftigung:

  • Minijobs sind eine der wesentlichen Barrieren für Frauen auf dem Weg zu einer eigenständigen Existenzsicherung.
  • Minijobs verschärfen den Niedriglohnsektor.
  • Beschäftigten im Minijob werden oft Arbeitnehmerrechte vorenthalten.
  • Soziale Sicherung ist unzureichend.
  • Beschäftigte im Minijob üben oft ausbildungsferne Tätigkeiten aus.

(Aus dem Aufruf "Für eine Reform der Minijobs", DGB, 2013). Die kfd hat den Aufruf unterstützt.

Existenzsichernd und ohne staatliche Zusatzleistung

Frauen und Männer brauchen verlässliche, sozialversicherungsrechtlich abgesicherte und existenzsichernde Erwerbsarbeitsplätze. Beschäftigung im Niedriglohnbereich und die sogenannten Minijobs bieten diese Sicherheit nicht. Es ist gesetzlich zu garantieren, dass niemand bei Vollzeitbeschäftigung auf staatliche Zusatzleistungen angewiesen ist.

Die kfd fordert die Umwandlung aller Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Nur so ist ein Beitrag zu eigenständiger Existenzsicherung zu leisten und Altersarmut vorzubeugen.

Materialien

  • Informationen für Beschäftigte im Minijob Rente und Arbeitsrechte für alle. Aktualisierte Auflage 2017. 1 MB Download
  • kfd-Positionspapier "Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf" Die kfd-Bundesversammlung verabschiedete am 1. Juni 2013 das Positionspapier "Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf". Grundlage des Papiers ist der erste Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, den die kfd intensiv diskutiert hat. Dieser nimmt erstmals den gesamten Lebensverlauf von Frauen und Männern in den Blick. 1 MB Download

Nach oben

Stand: 17.05.2021
Das könnte Sie auch interessieren

Der Ständige Ausschuss "Frauen und Erwerbsarbeit" der kfd traf sich zu einer Online-Tagung und befasste sich im Vorfeld der Bundestagswahl mit den...

Mehr

Besondere Würdigung für Hildegard Rometsch: Die ehemalige Vorsitzende des kfd-Diözesanverbandes Köln wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet!...

Mehr

Ulrike Göken-Huismann, Geistliche Begleiterin im kfd-Bundesverband, predigt um 18 Uhr in der Düsseldorfer Maxkirche in der Eucharistiefeier.

Mehr

Den sakramentalen Diakonat für Frauen fordert die kfd anlässlich des Tags der Diakonin gemeinsam mit Zdk, KDFB und dem Netzwerk Diakonat der Frau.

Mehr