Die Positionen der kfd

Wir fordern: Frauen und Männer brauchen verlässliche Erwerbsarbeitsplätze mit existenzsichernden Einkommen, um Wahlmöglichkeiten im Lebensverlauf wahrnehmen zu können.

  • Ausbau der gesetzlich vorgeschriebenen Lohntransparenz zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern.
  • Auf Dauer angelegte, existenzsichernde und sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse (= keine Minijobs, höherer Mindestlohn)
  • Umwandlung aller Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse
  • Eine gesetzliche Frauenquote für obere und mittlere Führungspositionen für Unternehmen.
  • Flexible Arbeitszeitvereinbarungen, um Beruf, Familie und Ehrenamt zu vereinbaren.
  • Ausbau des Rechts auf Weiterbildung und finanzielle Anerkennung von Weiterbildungen.
Die Positionen von CDU/CSU

Ziel ist es, geschlechterspezifische Lohn- und Rentenlücken zu beseitigen

  • Situation von Frauen in allen Politikfeldern in den Blick nehmen und dort nachsteuern, wo Rahmenbedingungen verbessert werden müssen.
  • Ziel von CDU/CSU ist es, geschlechterspezifische Lohn- und Rentenlücken zu beseitigen, die Unterschiede in der Altersvorsorge von Männern und Frauen anzugehen, wie auch das nicht akzeptable Einkommensgefälle bei gleicher Arbeit. Die Wirkung des Entgelttransparenz-Gesetzes soll weiter evaluiert werden und dieses, falls nötig, auch überarbeitet werden.
  • Sie wollen sich für mehr Familienfreundlichkeit auch in Führungspositionen einsetzen.
  • Gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft dafür werben, dass sich junge Menschen für naturwissenschaftlich-technische Berufe entscheiden.
  • CDU/CSU setzen sich ein für familienfreundliche Anstellungsmodelle insbesondere in der Postdoc-Phase.
Die Positionen der SPD

Das Prinzip des gleichen Lohns für die gleiche und gleichwertige Arbeit muss selbstverständlich auch zwischen den Geschlechtern gelten.

  • Ein Gesetz für gleiche Löhne für Frauen und Männer: Verpflichtung von Unternehmen und Verwaltungen, Löhne zu überprüfen und Verfahren festzulegen, mit denen festgestellte Ungleichheit bei der Entlohnung beseitigt wird.
  • Einbezug aller Beschäftigungsverhältnisse (einschließlich Minijobs) in die soziale Sicherung, mit Übergängen für bestehende Arbeitsverhältnisse und Ausnahmen für bestimmte Gruppen wie zum Beispiel Rentner*innen. Anhebung der Gleitzone der Midi-Jobs auf 1.600 Euro.
  • Wir wollen, dass Mädchen und junge Frauen früh erfahren, dass Technik und Unternehmensgründung etwas für sie sein kann, einen besseren Zugang für Frauen zu Gründungskapital und eine umfassende und koordinierte Förderstrategie, um geschlechtsbezogene Barrieren für digitalisierungsbezogene Unternehmensgründungen abzubauen.
  • Förderprogramme, um für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen.
  • Wir schaffen ein Recht auf Weiterbildung und beruflichen Neustart in allen Lebensphasen, auch Arbeitnehmer*innen mit 40plus und geförderten Bildungszeit und Bildungsteilzeit.
  • Paritätsgesetze für den Bundestag, die Länder und Kommunen
Die Positionen von Bündnis 90/ Die Grünen

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, von dieser Selbstverständlichkeit sind wir immer nochweit entfernt.

  • Ein effektives Entgeltgleichheitsgesetz, das auch für kleine Betriebe gilt und die Unternehmen verpflichtet, von sich aus über die Bezahlung von Frauen und Männern und über ihre Maßnahmen zum Schließen des eigenen Pay-Gaps zu berichten, ein Verbandsklagerecht und ein echtes Recht auf Rückkehr in Vollzeit.
  • Lohncheckverfahren: Tarifpartner*innen und Unternehmen werden verpflichten, alle Lohnstrukturen auf Diskriminierung zu überprüfen.
  • Minijobs, mit Ausnahmen für Studierende, Schüler*innen und Rentner*innen wollen wir in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung überführen.
  • Gendersensible Berufsberatung.
  • Aufbrechen der gläsernen Decke, auch durch kluge Zeitpolitik, die es auch Partner*innen erleichtert, Arbeit geschlechtergerecht aufzuteilen.
  • Individueller Rechtsanspruch auf Weiterbildung, ein auskömmliches Weiterbildungsgeld und einen Freistellungsanspruch mit Rückkehrrecht.
  • Frauenquoten in staatlich geförderten Kulturbetrieben, allen diplomatischen und multilateralen Verhandlungen und international arbeitenden Organisationen.
  • Vergleichbare Kriterien, Standards, Indikatoren und Zeitrahmen für die Gleichstellungspläne der Ministerien, vergleichbar mit dem "Gender Equality Plan" nach dem Vorbild der schwedischen Regierung.


Die Positionen von Die Linke

Arbeitsbedingungen müssen sich am Menschen und ihren Familien orientieren, nicht an den Profitinteressen der Unternehmer.

  • Verbindliches Entgeltgleichheitsgesetz samt Verbandsklagerecht einführen, damit Frauen nicht mehr allein vor Gericht ziehen müssen.
  • Anhebung der Grundgehälter in der Pflege um 500 Euro.
  • Sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse für Mini- und Midijobs, Plattform-Tätigkeiten und Soloselbstständige sowie branchenspezifische Mindesthonorarregelun-gen.
  • Wir fordern eine echte Frauenquote in Führungspositionen von 50 Prozent (im Gegensatz zur 30-Prozentquote der Großen Koalition).
  • Weiterbildung: Rechtsanspruch für alle Beschäftigten, ihre Arbeitszeit zeitweise zu reduzieren oder zeitlich begrenzt ganz aussetzen zu können. Bildungszeit mit teilweisen Lohnausgleich, Zeit und Weiterqualifizierungsgeld für alle, die im Rahmen des sozial-ökologischen Umbaus neu orientieren oder weiter qualifizieren.
Die Positionen der FDP

Gleiche Bezahlung für gleiche Leistung - Transparenz für mehr Gerechtigkeit

  • Gleiche Bezahlung für gleiche und gleichwertige Leistung von Frauen und Männern durch mehr Transparenz und eigenverantwortliche Lösung des Problems: Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten sollen ihren unternehmensinternen Gender Pay Gap auswerten und veröffentlichen.
  • Erhöhung der Minijob-Grenze und Midijob-Grenze durch Koppelung an den gesetzlichen Stundenlohn.
  • Mehr Frauen in Führungspositionen durch Arbeitsmodelle wie geteilte Führung ("Jobsharing"), bessere Berücksichtigung von weiblichen Angestellten für Weiterbildungen, höheren Druck durch Transparenz der Maßnahmen für mehr Diversität und Talentmanagement in Gleichstellungsberichten und Selbstverpflichtungen.
  • Mehr Flexibilität im Arbeitszeitgesetz: eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit
  • Vereinbarkeit von Weiterbildung und Familie: ein "Midlife-Bafög" von bis zu 1000 Euro, ein persönliches Freiraumkonto für Weiterbildungsangebote und Bildungsauszeiten und eine zentrale digitalen Plattform für Bildungsangebote
Die Positionen der AfD

Frauen sollen genauso wie Männer entscheiden dürfen, welchen Lebensweg sie einschlagen, ohne mit gesellschaftlicher Ächtung rechnen zu müssen.

  • Die AfD fordert die Würdigung traditioneller Lebensentwürfe und die Wertschätzung der Lebensleistung von Frauen, die Familien gründen und Kinder großziehen.
  • Frauenquoten betrachten sie nicht als fortschrittlich. Sie stellen für die AfD eine Form der Diskriminierung dar und verfestigen das Bild, dass ein erfülltes und anerkanntes  Leben für Frauen nur durch eine berufliche Karriere erreicht werden könne.
Bundestagswahl
Materialien

Materialien

  • Anleitung_Arbeit_Wahlpruefsteine.pdf 143 KB Download
  • Wahlpruefstein_Gleichstellung_Equal_Pay.pdf 237 KB Download

Die Wahlprogramme der Parteien herunterladen


Stand: 23.06.2021