PRESSE

kfd zum Wort der deutschen Bischöfe "Die Freude der Liebe": Endlich kommen die lang erwarteten klaren Worte!

Die kfd-Bundesversammlung hat 2011 das Positionspapier "Frauen geben Kirche Zukunft" beschlossen. Darin heißt es: "Wir treten für eine Kirche ein, die Geschieden-Wiederverheiratete vom Empfang der Sakramente nicht ausschließt."

02. Februar 2017:

Mit großer Freude und Erleichterung hat die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) - Bundesverband e. V. die Antwort der Deutschen Bischofskonferenz "'Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche' - Einladung zu einer erneuerten Ehe- und Familienpastoral im Licht von Amoris laetitia" auf "Amoris laetitia" gelesen.

In "Amoris laetitia" hatte der Papst 2016 zu deutlicher Selbstkritik der Kirche aufgerufen und einen barmherzigen Umgang mit den Menschen eingefordert.

Mit Spannung hatte die kfd daher die deutsche Antwort erwartet: Zentral ist für die kfd dabei vor dem Hintergrund ihrer langjährigen Bemühungen um die Zulassung zu den Sakramenten der neue Umgang mit Geschieden-Wiederverheirateten.

Maria Theresia Opladen, kfd-Bundesvorsitzende: "Wir freuen uns sehr, dass die Deutsche Bischofskonferenz einen auch offiziell möglichen Weg für den Empfang der Sakramente für Geschieden-Wiederverheiratete aufzeigt. Es ist im Sinne der betroffenen Frauen und Männer wichtig, dass es keine pauschalen Urteile oder Verallgemeinerungen mehr geben soll, sondern eine sorgfältige Gewissensprüfung im Vordergrund steht."

"Amoris laetitia" führte auch bei den deutschen Bischöfen zu einem realitätsnahen und neuen Blick auf die vielfältigen Lebenssituationen von Familien und Ehepaaren. Dies wird im aktuellen Schreiben der DBK deutlich. Hervorzuheben ist insbesondere:

  • Respekt und Achtung vor der Entscheidung der Menschen: Die individuelle Entscheidung, die Sakramente nicht zu empfangen, "aber auch eine Entscheidung für den Sakramentenempfang, gilt es zu respektieren" (Wort der DBK)
  • die wohltuende und verständliche, alltagsnahe Sprache
  • der konstruktive Blick auf die Stärken und nicht auf die Defizite
  • Wertschätzung und Dank an alle Eltern für die geleistete Erziehungsarbeit auch in schwierigen Situationen: "Der unermüdliche Einsatz der Eltern, die ihre Kinder ins Leben begleiten und zu selbstverantworteten Persönlichkeiten heranbilden, ist unersetzbar" (Wort der DBK)
  • große wirklichkeitsnahe Wertschätzung von Ehe und Familienleben

Opladen: "Wir gehen davon aus, dass bei der Begleitung auf dem Weg der Gewissensbildung neben Priestern auch alle pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Ehe- und Familienberatungsstellen einbezogen sind."

Hintergrund

Opens external link in new window kfd-Positionspapier Frauen geben Kirche Zukunft herunterladen (PDF)

Opens external link in new windowkfd freut sich über Wirklichkeitsnähe des Papstwortes "Amoris laetitia" (kfd-Pressemitteilung vom 11. April 2016)

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit einer halben Million Mitgliedern der größte katholische Verband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein.