21. Juni 2019 Aktuelles

"nachhaltig und geschlechtergerecht weltweit"

Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und Klimaschutz - großen Themen, die die Frauen in der kfd bewegen. © Fotolia/flyalone

So der Titel des Positionspapiers, das die kfd-Bundesversammlung heute in Mainz verabschiedet hat. Alle Bürger*innen und Politiker*innen werden zu entschlossenem Handeln aufgerufen, um den Klimawandel zu begrenzen sowie nachhaltige und gerechte Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit zu ermöglichen.

Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und Klimaschutz sind Themen, die Frauen in der kfd bewegen und die alle Menschen und die gesamte Schöpfung betreffen.

Die kfd legt mit diesem Papier Anregungen für das verbandliche Handeln und Erwartungen an die Gestaltung verschiedener Politikbereiche vor.

"Wir engagieren uns für gerechte, gewaltfreie und nachhaltige Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Einen Welt", so steht es im Leitbild der kfd. Damit handelt die kfd ausdrücklich im Sinne der Aussagen und Ziele der Enzyklika "Laudato Si´" von Papst Franziskus.

Die kfd unterstützt die Beschlüsse der Vereinten Nationen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals - SDGs) und das Weltklimaabkommen von Paris[1].

Die kfd fordert mit diesem Positionspapier alle Bürger*innen und Politiker*innen zu entschlossenem Handeln auf, um den Klimawandel zu begrenzen und nachhaltige und gerechte Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit zu ermöglichen.

Frauen sind weltweit von Klimawandel und ungerechten Handelsbedingungen betroffen. Sie spüren als Produzentinnen und Konsumentinnen sowie in ihren Lebensräumen eine Verschlechterung der Umweltbedingungen - sie sind zudem Akteurinnen des Wandels.

Frauen und Männer haben durch ihr alltägliches Handeln und ihren Konsum, bei der Nahrungszubereitung und Reinigung, durch ihr Wohnen und Mobilitätsverhalten sowie bei der Mülltrennung als Einzelne wesentlichen Einfluss auf die Umwelt. Insofern ist das private Handeln immer auch politisch.

Eine zukunftsfähige Gesellschaft erfordert einen verantwortungsvollen Umgang mit den globalen Ressourcen ebenso wie die Beseitigung jeder Diskriminierung von Frauen und Mädchen.

Das sind zentrale Kriterien für nationale und internationale Politik. Die bestehenden - allein auf materielles Wachstum und Gewinn ausgerichteten - globalen Produktions- und Machtverhältnisse - müssen mit der Notwendigkeit von Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung in Einklang gebracht werden.

Das erfordert konsequentes politisches Handeln der und des Einzelnen, aller gesellschaftlichen Akteur*innen, der Bundesregierung, der Europäischen Union bis hin zur Weltgemeinschaft.

Die kfd trägt mit Projekten und Bildungsarbeit, politischer Lobbyarbeit sowie mit praktischen Beispielen dazu bei, das Bewusstsein der Mitglieder zu verändern und für ein faires, nachhaltiges und geschlechtergerechtes Handeln zu werben.

Ziel ist die Neuausrichtung des Lebensstils an den Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Gerechtigkeit. Sie verpflichtet sich selbst zu hohen Nachhaltigkeitsstandards und schreibt ihre Umwelterklärung[2] sowie ihre ökofaire Beschaffungsordnung für die Bundesgeschäftsstelle kontinuierlich fort.

Gleichzeitig setzt sich die kfd für notwendige politische Schritte ein, ohne die individuelle Verhaltensänderungen nicht wirksam werden.

Die kfd erwartet von der Bundesregierung, dass Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit unverzüglich als verbindliche Querschnittsaufgabe und grundlegendes regelmäßig zu evaluierendes Ziel des politischen Handelns in allen politischen Entscheidungen verankert und zum Bildungsziel in allen Bildungsbereichen erklärt werden.

Die kfd sieht eine besondere Verantwortung

  • für faire und nachhaltige Arbeitsbedingungen weltweit
  • für eine nachhaltige Landwirtschaft
  • für Klimagerechtigkeit und eine sozial gerechte Energiewende
  • für ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept
  • für Ressourcen- und Umweltschutz durch Abfallvermeidung

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Fußnoten:

[1] Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls, Nr. 202 Enzyklika Laudato Si' von Papst Franziskus, 24. Mai 2015

Resolution der UN-Generalversammlung vom 25. September 2015 "Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" www.un.org

Pariser Abkommen (Anm. 1), Artikel 2.1 (a) der 21. UNFCCC-Vertragsstaatenkonferenz: unfccc.int/resource/docs/2015/cop21/eng/10a01.pdf

[2] Die Umwelterklärung der kfd wurde 2016 erstellt, veröffentlicht auf: www.kfd-bundesverband.de/umwelterklaerung

Kontakt
Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands Bundesverband e.V.

Prinz-Georg-Straße 44
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Telefon: 0211 44992-0
Fax: 0211 44992-75

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Stand: 21.06.2019
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