08. Februar 2012 Aktuelles

Mütterkuren: Neue Begutachtungsrichtlinie schafft mehr Klarheit

Diese aktuelle Nachricht freut auch die kfd, die zu den Trägerverbänden der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Müttererholung e.V. gehört: Nach langem Ringen und großem Unmut gibt es endlich eine einheitliche Begutachtungsrichtlinie für die Beschäftigten der Krankenkassen bei der Gewährung von Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter. Maßnahmen für Mütter und Väter zur Vorsorge und Rehabilitation sind zwar seit 2007 eine Pflichtleistung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Dennoch hat das Müttergenesungswerk, in dem die Katholische Arbeitsgemeinschaft Mitglied ist, immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass Anträge für diese Maßnahmen abgelehnt werden. Zum Teil standen die Einrichtungen des Müttergenesungswerkes wegen der hohen Ablehnungsrate nahezu leer. Und vor Ort mussten die Beraterinnen - zu denen auch zahlreiche kfd-Frauen gehören - Zeit und Kraft in Widerspruchsklagen ihrer Klientinnen investieren.

Die jetzt beschlossene Begutachtungsrichtlinie wurde nun zwischen dem GKV-Spitzenverband, dem Bundesverband Deutscher Privatkliniken und dem Müttergenesungswerk ausgehandelt. Sie führt endlich dazu, dass die spezifischen Belastungssituationen von Müttern und Vätern sowie das Erschöpfungssyndrom und Mehrfachbelastungen durch Beruf und Familie eindeutiger für eine Kur-Genehmigung berücksichtigt werden. Darüber hinaus wurde klargestellt, dass gerade bei Maßnahmen für Mütter und Väter der Grundsatz "ambulant vor stationär" nicht gelten kann, da ja die alltägliche Belastungssituation zu Hause bei ambulanten Maßnahmen bestehen bleibt.

Kontakt
Saskia Bellem

Pressesprecherin

Telefon: 0211 44992-25

saskia.bellemat-Zeichenkfd.de

Stand: 08.02.2012