07. Dezember 2016 Aktuelles

Mitgliederversammlung des Christinnenrates

Zur Mitgliederversammlung des Christinnenrates kamen die Delegierten nach Bonn © Foto: Christinnenrat

Der Zusammenschluss von ökumenisch arbeitenden Frauenorganisationen, Netzwerken und Gremien auf Bundesebene hat sich vom 5. bis 6. Dezember 2016 in Bonn zu seiner 16. Mitgliederversammlung getroffen. Die kfd gehört zu den Gründungsmitgliedern des Christinnenrates.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung stand vor allem das Jahr 2017 mit dem Schwerpunkt "500 Jahre Reformation in Deutschland", betrachtet aus der Perspektive von Frauen.

Carola Ritter, leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland, machte in ihrem Beitrag "2017: Frauenperspektiven auf ein Jubiläum" deutlich, dass viele Frauen die Zeit der Reformation prägend mitgestaltet und ihre Ideen weiterentwickelt haben, aber immer noch zu wenig bekannt sind.

Ritter: "Dies aufzuzeigen war eines der Motive für die Ausstellung 'Frauen der Reformation', die bereits eine eigene Erfolgsgeschichte schreibt. Diese Frauen ermutigen auch heute Frauen dazu, eigene Standpunkte einzunehmen, zu vertreten und sich im Kontext der christlichen Kirchen dafür einzusetzen."

Carola Ritter gab einen Einblick in die vielfältigen Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum und lud dazu nach Wittenberg ein.

"Bei allen Feierlichkeiten zur Reformation im nächsten Jahr darf die Perspektive von Frauen nicht zu kurz kommen." Darauf verweist Prof. Dr. Margot Käßmann als Schirmfrau des internetbasierten Projekts des Christinnenrates "Reformation ist überall - FrauenPerspektiven".

Bei einer ersten Zwischenreflektion während der Mitgliederversammlung zeigten sich die Delegierten des Christinnenrates über die bisherige Beteiligung an diesem Projekt sehr zufrieden: Insgesamt gibt es 143 Aussagen von 332 Frauen und 15 Männern.

Seit September 2016 sind Christinnen und Christen aufgerufen, den Halbsatz "Eine frauengerechte Kirche ist für mich/für uns, wenn..." zu beenden und sich mit ihrer Vorstellung von einer frauengerechten Kirche vor einer Kirchentüre fotografieren zu lassen.

Die Fotos werden in eine Bildergalerie eingestellt, deren Aussagen noch bis zum Ende des Evangelischen Kirchentages am 28. Mai 2017 in Berlin gesammelt und später ausgewertet werden.

Die Schirmfrau des Projektes Prof. Dr. Margot Käßmann hat sich ebenso beteiligt wie zahlreiche Frauen der Mitgliedsorganisationen und Persönlichkeiten aus Politik und Kirche.

Weitere Themen der Mitgliederversammlung des Christinnenrates waren das Engagement zum Ökumenischen Tag der Schöpfung, zum 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg sowie dem 101. Deutschen Katholikentag 2018 in Münster.

Weitere Informationen:

Der Christinnenrat, gegründet im Jahr 2000, ist eine ökumenische Arbeitsgemeinschaft von christlichen Frauenorganisationen und -gruppen auf Bundesebene und setzt sich für die Belange von Frauen in den christlichen Kirchen ein.

Neben dem Aspekt der Vernetzung einer starken Frauenökumene macht sich der Christinnenrat für die Erneuerung der Kirchen im Geiste ökumenischer Offenheit und Geschlechtergerechtigkeit stark.

Der Christinnenrat hat in der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen auf Bundesebene (ACK) einen beobachtenden Status.

Die kfd gehört zu den Gründungsmitgliedern und ist eine der tragenden Säulen des Christinnenrates.

Kontakt
Saskia Bellem

Pressesprecherin

Telefon: 0211 44992-25

saskia.bellemat-Zeichenkfd.de

Stand: 07.12.2016