21. Juni 2019 Presse

kfd verabschiedet Positionspapier "gleich und berechtigt" zum Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern

Es ist weder nachvollziehbar noch akzeptabel, dass Frauen bestimmte Leitungspositionen, Dienste und Ämter innerhalb der Kirche aufgrund ihres Geschlechtes verwehrt werden. Der kfd-Bundesvorstand trägt das Purpurkreuz, unser Symbol für unsere Forderung nach einer geschlechtergerechten Kirche. Foto: kfd/Angelika Stehle

92 Delegierte der kfd-Bundesversammlung stimmen für offizielle Forderung der Öffnung aller Weiheämter

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) - Bundesverband e.V. hat heute bei ihrer jährlichen Bundesversammlung (20. bis 22. Juni) in Mainz ihr neues Positionspapier "gleich und berechtigt. Alle Dienste und Ämter für Frauen in der Kirche" verabschiedet.

Von den 92 Delegierten aus den 20 kfd-Diözesanverbänden und dem Landesverband Oldenburg stimmten - individuell, ohne "diözesanen Fraktionszwang" - einstimmig mit 92 Ja-Stimmen ohne Enthaltungen.

Die zentrale Forderung aus dem Positionspapier:

Daher fordert die kfd mit Nachdruck die volle Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche und den Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern in der Kirche.

Bundesvorsitzende Mechthild Heil: "Wir sind stolz auf dieses starke Votum, das schwarz auf weiß bestätigt, wofür wir uns seit Jahrzehnten einsetzen. Das Papier zeigt auf, wie sehr die Kirche durch die Zulassung von Frauen zu allen Ämtern gewinnen könnte. Gleichzeitig steht es für die Kraft, den Willen und die Zuversicht von uns Frauen, endlich gleichberechtigt unsere Kirche zu gestalten und zu führen."

Aus dem Positionspapier:

Alle Christinnen und Christen sind aufgrund ihrer Taufe dazu berufen, Zeugnis für das Evangelium zu geben, ihre Charismen einzusetzen und ihre Berufung zu leben. Nur wenn alle Charismen gelebt werden, kann die Kirche sich erneuern und zu dem werden, wozu sie bestimmt ist: Der Wirksamkeit und Liebe Gottes in der Welt Raum zu geben und sie zu gestalten.

Dazu Heil: "Die Amtskirche spricht auch noch im 21. Jahrhundert Frauen per se die Berufung zum Weiheamt ab. Ein Vorgehen, das ich nicht akzeptiere, weil ich der tiefen Überzeugung bin, dass Frauen wie Männer gleichermaßen mit gottgegebenen Talenten gesegnet sind. Jede katholische Christin und jeder katholische Christ sollte ihrer und seiner Berufung folgen können."

Aus dem Positionspapier:

Seelsorge bedeutet,  die Menschenfreundlichkeit Gottes auf vielfältige Weise spürbar und greifbar werden zu lassen. Das wird im Miteinander auf allen verbandlichen Ebenen gelebt und erlebt. (...) Es schmerzt die kfd sehr, dass Seelsorgerinnen keine Sakramente spenden dürfen.

"Frauen bleiben in unserer Kirche von Leitungsfunktionen, Diensten und Ämtern ausgeschlossen - nur weil sie Frauen sind. Das gehört endlich korrigiert", so Heil abschließend.

Kontakt
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Stand: 21.06.2019
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