02. Dezember 2018 Aktuelles

Geistlicher Impuls

Impuls zum 1. Advent. Foto: kfd/pixabay

Zum 1. Advent

Neulich war ich wieder einmal in dem Kloster, wo ich mein Noviziat verbracht habe. Vieles hat sich in den mehr als 40 Jahren, die inzwischen vergangen sind, dort verändert; anderes aber nicht: Immer noch steht die Wendeltreppe zwischen Sakristei und Frühstückszimmer.

Und wie damals habe ich mir auch dieses Mal den Kopf an einer Stelle gestoßen, wo eine Querstrebe sitzt: Aua!

Meistens kann ich eine Wendeltreppe oder eine Türe passieren, ohne anzustoßen. Manchmal muss ich mich klein machen, den Kopf einziehen, um ohne Beule durchzukommen.

Mit dem Advent richten wir uns aus auf Jesus, der sich klein gemacht hat. Ahnte er von vornherein, dass er anstoßen würde - an vorhandene Strukturen, an ein Schwarz-Weiß-Denken, an Event hungrige Menschen…?

Möglicherweise. Er ahnte vermutlich, dass seine Ankunft nicht unbedingt ein Ankommen war. Das tut weh.

Andererseits aber war seine Ankunft auch ein Anstoß für viele, bis heute: ein neues Glauben und Denken zu ermöglichen, eine neue Richtung für das Miteinander aufzuzeigen, den Kopf zu heben, ohne Angst, anstößig zu sein: "Richtet Euch auf und erhebt Eure Häupter, denn Euer Erlöser ist nah." (Lk, 21, 28).

Aua!

Starten Sie gut in den Advent – mit und/oder ohne anzustoßen!

Impuls von Pater Dominik Kitta OPraem, Präses des kfd-Bundesverbandes

Kontakt
Saskia Bellem

Pressesprecherin

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Mobil: 0172 8718544

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Stand: 02.12.2018
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