31. Juli 2020 Aktuelles

Drei Jahrzehnte Frauengeschichte: "Viel erlebt und viel mitgestaltet"

Gisela Gölllner-Kesting (rechts) bei ihrem Abschied aus der Bundesgeschäftsstelle mit Bundesgeschäftsführerin Brigitte Vielhaus, die ihr für die jahrzehntelange Arbeit dankte. Foto: kfd

Nach fast 30 Jahren in der kfd-Bundesgeschäftsstelle verabschiedet sich Referentin Gisela Göllner-Kesting zum 1. August in den wohlverdienten Ruhestand.

Als Referentin für Berufs- und Erwerbsarbeit hat sie am 1. Oktober 1991 bei der kfd begonnen und sich über die Jahrzehnte mit den verschiedenen Themen rund um Frauen und Erwerbsarbeit beschäftigt.

Entgeltgleichheit (Equal Pay Day), Digitalisierung und Globalisierung sowie die politischen "Dauerbrenner" Geschlechtergerechtigkeit und eigenständige Existenz- und Alterssicherung von Frauen gehörten zu ihren Arbeitsfeldern; aber auch Frauengeschichte (z. B. 100 Jahre Frauenwahlrecht) und Frauenbiografien.

"Als ich meine Arbeit hier begonnen habe, habe ich eng mit der damaligen Integrierten Gemeinschaft 'kfd-Berufstätige Frauen' (kfd-BF) zusammengearbeitet", berichtet Gisela Göllner-Kesting. Seit aus der kfd-BF im Jahr 2012 der "Ständige Ausschuss Frauen und Erwerbsarbeit" der kfd wurde, arbeitete sie dem Ausschuss bis zu ihrem Ruhestand als Referentin zu.

Lobbyarbeit für erwerbstätige Frauen

Was waren die Höhepunkte ihrer Arbeit? "Das war zum einen die große Postkartenaktion, die mit dazu beitrug, dass der 'Erziehungsurlaub' in 'Elternzeit' umbenannt wurde. Aber auch der Wettbewerb "'Gleich und gerecht - Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche als Arbeitgeberin' sowie die Podiumsdiskussion in Bonn zu Karrieremustern von Frauen", blickt Gisela Göllner-Kesting zurück.

"Über die Jahrzehnte sind kfd-BF und Ständiger Ausschuss in konsequenter Lobbyarbeit für die Belange erwerbstätiger Frauen eingetreten und haben damit Erfolge erzielt, aber nichtsdestotrotz bleiben noch Themen auf der Agenda."

Seit 2017 unterstützte Göllner-Kesting zudem als hauptamtliche Koordinatorin das kfd-Netzwerk Ost, den Zusammenschluss der ostdeutschen Diözesanverbände.

"Ich habe hier Frauen kennengelernt, die sehr engagiert und selbstbewusst die kfd-Arbeit unter fast säkularen Bedingungen gestalten. Davor habe ich große Achtung." Beim Thema Arbeitsbedingungen für Frauen in Ost- und West-Deutschland verbanden sich ihre beiden Arbeitsbereiche. "Das war ein spannendes Lernfeld und eine wichtige eigene Geschichtserfahrung."

"Ich habe so viel erlebt, dass ich ein dickes Buch damit füllen könnte", schaut Gisela Göllner-Kesting auf die vergangenen drei Jahrzehnte mit einem Augenzwinkern zurück.

"Ich habe tolle Frauen kennengelernt, habe in enger Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Verantwortlichen und den Kolleginnen an vielen spannenden verbandlichen und gesellschaftlichen Themen und Projekten gearbeitet. Für diese gute Zeit in der kfd bin ich sehr dankbar und freue mich jetzt auf meine neue Lebensphase mit eigenen neuen Projekten."

Kontakt
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Stand: 31.07.2020
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