kfd-Frauen wählen: Wahlaufruf und vier Schlaglichter zum 27. September 2009

kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen und der Bundesvorstand rufen alle kfd-Frauen auf, von ihrem Wahlrecht bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 Gebrauch zu machen: "Gehen Sie wählen! In einer lebendigen Demokratie hat jede Frau das Recht und auch die Pflicht, Politik mitzugestalten. Wir müssen uns bewusst sein, dass über 620.000 kfd-Frauen einen großen Einfluss auf die Politikrichtung nehmen können, wenn sie sich am politischen Geschehen beteiligen."
Die kfd ruft ihre Mitglieder auf, die Wahlprogramme der Parteien und auch die Wahlreden der einzelnen Politikerinnen und Politiker kritisch zu prüfen. kfd-Frauen sollten sich dabei fragen: Sind die programmatischen Aussagen frauenorientiert, halten sie christlichen Kriterien stand, sind sie gemeinwohlorientiert, genügen sie nachhaltigen Kriterien, sind sie den Interessen der nachfolgenden Generationen verpflichtet, fördern sie eine Kultur des Miteinanders?
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Der Wahlaufruf im vollen Wortlaut (PDF-Dokument zum Herunterladen, 45 KB)
Vier zentrale Politikgebiete
Mit vier sogenannten Schlaglichtern unterstützt der kfd-Bundesverband kfd-Frauen darin, die unterschiedlichen Parteiprogramme aus Frauenperspektive zu überprüfen und danach gezielter und informierter ihre Wahlentscheidung zu treffen. Dabei wendet sich die kfd vier zentralen Politikgebieten zu, die in besonderer Weise Frauenleben fördern, sichern und zukunftsorientiert gestalten können:
Dazu finden Sie nachstehend neben den vier Schlaglichtern jeweils Hintergrundinformationen und weiterführende Links - auch zu den Wahlprogrammen von CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und "Die Linke".
Schlaglicht "Familienpolitik": kfd-Frauen fordern Ausweitung des Elterngeldes auf 18 Monate
In seinem neuen Eckpunktepapier "Familienpolitik“ hat der kfd-Bundesverband im Januar 2009 die Einführung des Elterngeldes ausdrücklich begrüßt und das Gesetz als ersten Schritt in die richtige Richtung gewertet. Gleichzeitig hat sich die kfd dafür ausgesprochen, dass der gesetzliche Anspruch auf finanziell unterstützte Elternzeit auf 18 (12+6) Monate ausgedehnt wird. Dabei, so fordert die kfd, ist besonders jungen Vätern die konkrete Möglichkeit zu eröffnen, von diesen 18 Monaten sechs für sich zu beanspruchen.
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kfd-Schlaglicht Familienpolitik (PDF-Dokument zum Herunterladen, 45 KB)
Weiterführende Links
Memorandum "Familie leben" - Impulse für eine familienbewusste Zeitpolitik
Schlaglicht "Arbeitsmarktpolitik": kfd-Frauen fordern gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit - Entgeltgleichheit jetzt!
Die kfd als größter deutscher Frauenverband setzt einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Umsetzung der Geschlechtergerechtigkeit in allen Lebensbereichen. Die Lohngerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ist dabei ein zentrales Anliegen. Die aktuellen Zahlen zur Situation in Deutschland (Einkommenslücke von 22-26 Prozent zwischen Männern und Frauen 2009) zeigen, wie groß der Handlungsbedarf ist. Trotz des im EG-Vertrag verankerten Prinzips der Gleichberechtigung ist Deutschland im europäischen Vergleich auf dem viertletzten Platz. Eine der ältesten Forderungen der Frauenbewegung "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ist nicht umgesetzt und gefährdet Fortschritte in der Gleichberechtigung, die auf anderen Gebieten durchaus erzielt worden sind.
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kfd-Schlaglicht Arbeitsmarktpolitik (PDF-Dokument zum Herunterladen, 45 KB)
Hintergrundinformationen zum Thema "Entgeltgleichheit" (PDF-Dokument zum Herunterladen, 45 KB)
Weiterführende Links
Gewerkschafterinnen: Gleiche Leistung und weniger Lohn
Basiswissen zur Chancengleichheit
Schlaglicht "Alterssicherungspolitik": kfd-Frauen fordern ein solidarisches und gerechtes Rentenmodell
Nach wie vor betragen die Rentenanwartschaften von Frauen in Deutschland durchschnittlich nur die Hälfte derjenigen von Männern. Denn die Erwerbsbiografien von Frauen weisen häufig Unterbrechungen sowie Phasen von Teilzeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung auf. Daneben verdienen Frauen im Vergleich zu Männern durchschnittlich auch bei gleichem Beschäftigungsumfang 20 Prozent weniger. Auf der anderen Seite sinkt die Sicherheit, die Frauen über Witwenrenten erhalten. Denn diese sind bereits für alle ab 1962 Geborenen abgesenkt worden. Angesichts der hohen Scheidungsziffern und der Tatsache, dass in Zukunft auch die Renten der Männer kaum das aktuelle Niveau erreichen werden, bieten die Renten nach dem derzeitig gültigen Recht besonders für viele Frauen keine ausreichende Sicherheit.
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kfd-Schlaglicht Alterssicherungspolitik (PDF-Dokument zum Herunterladen, 50 KB)
Die Rentenbroschüre "Solidarisch und gerecht" (PDF-Dokument zum Herunterladen, Achtung: 5 MB)
Powerpoint-Präsentation zur Rentenmodell-Broschüre (PDF-Dokument zum Herunterladen, Achtung: 3.1 MB)
Weiterführende Links
Rechenbeispiele und Arbeitsmaterialien zum gemeinsamen Rentenmodell der Verbände
Schlaglicht "Umweltpolitik": kfd-Frauen fordern Klimagerechtigkeit
kfd-Frauen sind in ihren jeweiligen Lebens- und Alltagsbezügen zuständig für Ernährungssicherheit, Nahrungsmittelproduktion und Sorge für die nachkommenden Generationen. Dafür ist eine intakte Umwelt ohne erhöhte, die Umwelt schädigende Treibhausgase unbedingte Voraussetzung. kfd-Frauen haben durch ihre Macht als Verbraucherinnen besondere Kompetenzen und auch Ressourcen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Lösungen zum Klimaschutz. Sie sind aus ihrer christlichen Verantwortung heraus aufgerufen, "die Erde so zu erhalten, dass Menschen so gut wie möglich auf ihr leben können". Daher zählt es der kfd-Bundesverband zu seinen immer dringender werdenden Anliegen, auf die Notwendigkeit des Klimaschutzes hinzuweisen und den umfassenden Schutz zu einem nachhaltigen Politikbereich zu erklären.
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kfd-Schlaglicht Umweltpolitik (PDF-Dokument zum Herunterladen, 50 KB)
Dr. Karl von Koerber: Aktueller Stand des Klimawandels (PDF-Dokument zum Herunterladen, 102 KB)
Broschüre der Klimaallianz zur Bundestagswahl (PDF-Dokument zum Herunterladen, 986 KB)
Weiterführende Links
Hintergrundinformationen zur Ernährungsökologie (mehrere Grundsatzartikel)
Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken: "Schöpfungsverantwortung wahrnehmen"
Die Wahlprogramme der Parteien
"Regierungsprogramm 2009-2013" der CDU/CSU (PDF-Dokument zum Herunterladen, 302 KB)
"Regierungsprogramm 2009-2013" der SPD (PDF-Dokument zum Herunterladen, 495 KB)
"Programm zur Bundestagswahl" der FDP (PDF-Dokument zum Herunterladen, 623 KB)
Bundestagswahlprogramm von Bündnis '90/Die Grünen (PDF- Dokument zum Herunterladen, 897KB)
Bundestagswahlprogramm der Partei Die Linke (PDF-Dokument zum Herunterladen, 322 KB)

