Junge Frauen auf dem Sprung

Foto: kfd/Kay Herschelmann

Zwischen Berufseinstieg, Karriereplanung und Familiengründung
Im letzten von insgesamt vier Symposien unter der Überschrift "Neuer Blick auf alte Fragen" stellten am 29./30. November 2012 in der Katholischen Akademie Berlin kfd-Frauen und interessierte Gäste die Lebenssituation junger Frauen zwischen Berufseinstieg, Karriereplanung und Familiengründung in den Mittelpunkt. Damit schloss sich inhaltlich der Kreis, der aus der Perspektive des Lebensverlaufs den Fokus auch auf Frauen in der Lebensmitte und im Alter gerichtet hatte.

"Junge Frauen auf dem Sprung" – so war das Symposium überschrieben, das mit einem Vortrag der Kommunikationswissenschaftlerin Alice Hohn vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) begann. Hier wurden in den Jahren 2007 und 2009 jeweils über 2000 junge Frauen und Männer zu ihrem Lebensentwürfen befragt.

Ergebnisse dieser Studie stellte die junge Referentin, selbst Mutter von zwei Kindern, unter folgender Fragestellung vor: Was können junge Frauen? Was wollen sie? Und wo liegen die Hürden? Denn: Obwohl junge Frauen heute meist mit der Einstellung "Wir können und wollen alles!" ins Erwerbsleben starten, wird dieser Elan nicht selten ausgebremst.

Im weiteren Verlauf des Symposiums unter der Leitung von Dr. Heide Mertens und Dr. Rosa Jahnen vom kfd-Bundesverband sowie mit Unterstützung des BDKJ Berlin hatten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, sich in fünf Workshops über Best-Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Lebensbereichen von Frauen zu informieren und auszutauschen. Annette Hauschild von der Katholischen Familienbildungsstätte (FBS) Hamburg stellte gemeinsam mit der Diplom-Pädagogin Angelika Tuschhoff von der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienbildung das Projekt "Wellcome – Eine praktische Hilfe für Familien nach der Geburt" vor. Um das Thema "Work-Life-Balance" im Leben junger Frauen ging es in dem Workshop "Wo bleibt die Zeit für Engagement?", das die Bundesvorsitzende des BDKJ, Lisi Maier, und Heide Mertens leiteten.

Über Fragen rund um den "Arbeitsort Privathaushalt" informierten Mechthild Konerding von der Allianz Haushaltsnahe Dienstleistungswirtschaft e. V. und Helga Klingbeil-Weber vom kfd-Bundesverband. Unter der Überschrift "Macht – Stärke – Eigensinn" diskutierten die Teilnehmerinnen mit der kfd-Referentin Gisela Göllner-Kesting und Vertreterinnen des Ständigen Ausschusses für Frauen und Erwerbsarbeit des kfd-Bundesverbandes Karrieremuster von Frauen. Schließlich ging es im dem Workshop "einzigARTig stark" unter der Regie von Claudia Thivessen und Rosa Jahnen um das kfd-Modellprojekt zum Thema allein lebende Frauen.

Die lebhaften Diskussionen der gesamten Veranstaltung fasste die ehemalige BDKJ-Bundesvorsitzenden Ursula Fehling zusammen, eine Frau, die als junge Mutter genau die Frauen repräsentierte, die die kfd auf diesem Symposium in den Mittelpunkt gerückt hatte.

Einen ausführlichen Veranstaltungsbericht können Sie hier herunterladen (PDF-Dokument, 66 KB).

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