Abschlussveranstaltung "Neue Antworten auf alte Fragen!"

Foto: kfd/Kay Herschelmann

"Die Arbeitswelt muss weiblicher werden und die Fürsorge in der Familie männlicher!" Das war die zentrale Botschaft von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, die zum Abschluss der kfd-Veranstaltungsreihe zu Fragen der Gleichstellung von Frauen und Männer am 30. November 2012 in die Katholische Akademie Berlin gekommen war. Dort warf sie vor über 150 Teilnehmerinnen einen Blick auf die vielen gleichstellungspolitischen Baustellen: zu wenig Frauen in Führungspositionen, zu viele Minijobs, Altersarmut, tradierte Rollenbilder oder mangelhafte Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit.

Viele Frauen - kfd-Mitglieder genauso wie Gleichstellungsbeauftragte von Kommunen oder Institutionen und interessierte Mitstreiterinnen - hatten im Rahmen der Veranstaltungsreihe vielfältige Fragen der Gleichstellung von Frauen und Männern diskutiert. Diese fasste kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen in einer Rückschau – auch für die Ministerin - noch einmal zusammen.

Beim Thema "Frauen im Alter" hatte neben dem Aspekt Altersarmut das vielfach deutlich geringere Alterseinkommen im Vergleich zu Männern im Vordergrund gestanden. In diesem Zusammenhang forderte Opladen erneut drei Rentenpunkte auch für Kinder, die vor 1992 geboren wurden. Genauso müssten Pflegezeiten in der Alterssicherung stärker berücksichtigt werden. Zudem sprach sie sich für neue Wohnformen im Alter, eine verbesserte, wohnortnahe Infrastruktur und ausreichende Pflegedienstleistungen aus.

Bei den "Frauen in der Lebensmitte", die besonders von ungleicher Entlohnung betroffen seien, war es um die Problematik der Minijobs und um eine bessere Vereinbarkeit von Fürsorge- und Erwerbsarbeit mit einem Rückkehrrecht an den Arbeitsplatz auch nach Zeiten der Pflege gegangen, für die es eine zehntägige bezahlte Freistellung geben sollte, um akut entstandene Pflegesituationen zu organisieren.

Was die "Jungen Frauen" betrifft, machte die Bundesvorsitzende noch einmal die Forderungen nach wirklicher Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf sowie verlässlicher und guter Kinderbetreuung deutlich. Auch das Überdenken tradierter Geschlechterrollen sowie eine gute Familienbildung und hauswirtschaftlicher Unterricht für Jungen und Mädchen standen auf ihrer Agenda. "Für all das will sich die kfd stark machen", betonte Opladen. "Für eine Gesellschaft mit wirklicher Gleichstellung, die Frauen wie Männer – egal in welcher Lebenssituation – sozial absichert, gerecht entlohnt und ihnen Chancen eröffnet."

Einen ausführlichen Veranstaltungsbericht können Sie hier herunterladen (PDF-Dokument ,64 KB)

Die Redebeiträge von Maria Theresia Opladen und Ministerin Schröder finden Sie in der rechten Spalte dieser Seite.

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Und hier zum Video vom Auftritt der Ministerin bei der kfd.