kfd-Symposium "Frauen.Arbeit.Zukunft."

Christine Morgenstern vom Bundesfamilienministerium, Anna-Maria Mette, Stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende, und Dr. Christina Klenner vom WSI der Hans-Böckler-Stiftung (von links). Foto: kfd/Kornelia Danetzki

Mit dem Symposium "Frauen.Arbeit.Zukunft." in Ludwigshafen hat die kfd am 29./30. Januar 2016 ihre verbandliche Diskussion um eine bessere Verteilung der Sorgearbeit und der Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen fortgesetzt. "Was ist der Gesellschaft die Sorgearbeit wert?" fragte in ihrer Begrüßungsrede Anna-Maria Mette, stellvertretende Bundesvorsitzende der kfd. Sie eröffnete das Symposium, an dem 70 Interessierte teilnahmen, darunter kfd-Mitglieder aus der gesamten Republik sowie Gleichstellungsbeauftragte von Behörden und Ministerien.

Dr. Christina Klenner: "Akzeptanzkultur und kürzere Wochenarbeitszeit nötig"

Dr. Christina Klenner vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung stellte in ihrem Impulsreferat die These auf, dass sich in den Betrieben eine Akzeptanzkultur entwickeln müsse: "Männer wie Frauen müssen die gesetzlich möglichen Optionen wahrnehmen können. Viele Betriebe setzen derzeit die Wünsche nach Teilzeit oder Arbeitszeitverkürzung nicht auf allen Arbeitsplätzen um." Dem lebensphasenspezifischen Bedarf nach unterschiedlichen Arbeitszeiten solle entsprochen werden. Entscheidend sei dabei, waren sich die Teilnehmerinnen einig, die Norm der Vollzeitarbeit hin zu einer kürzeren Wochenarbeitszeit zu verändern.

Das bekräftigte Dr. Dag Schölper, Geschäftsführer des Bundesforums Männer, der als Beobachter aus Männerperspektive geladen war: "Es gibt gute Gründe für Männer, sich aus einer Gender-Perspektive kritisch mit Arbeitsbedingungen von morgen zu befassen."

BMFSFJ: "kfd hilfreich für Wahrnehmung des Gleichstellungsberichts"

Gefördert wurde das Symposium vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Leiterin der Abteilung Gleichstellung, Christine Morgenstern, betonte in ihrem Grußwort, wie wichtig zivilgesellschaftliche Unterstützung bei der Durchsetzung gleichstellungspolitischer Ziele sei: "Die kfd hat bereits viel dazu beigetragen, dass der erste Gleichstellungsbericht 2011 der Bundesregierung breit wahrgenommen und die Inhalte aufgegriffen wurden."

Am zweiten Tag des Symposiums erarbeiteten die Teilnehmerinnen in Workshops Visionen und nächste Schritte zum Erreichen der Ziele.

Die Ergebnisse des Symposiums finden Sie in der rechten Spalte dieser Seite. Die PowerPoint-Präsentation "Arbeitsteilung und Arbeitszeiten der Zukunft" von Hauptreferentin Dr. Christina Klenner haben wir ergänzt um einen aktuellen Aufsatz Klenners zum Thema "Geschlechtergerechte Arbeitszeiten: Teilzeitarbeit für Frauen und Vollzeitarbeit für Männer". Er greift wesentliche Inhalte ihres PowerPoint-Vortrags auf.