Geschichts- und Studienreise zur Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Zum 70. Jahrestag der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück veranstaltete der kfd-Bundesverband in Kooperation mit dem Maximilian-Kolbe-Werk vom 16. bis 19. April 2015 eine Geschichts- und Studienreise zur dortigen Mahn- und Gedenkstätte. Zum dichten Programm gehörten Begegnungen mit Zeitzeuginnen, Autorinnen und der Regisseurin Loretta Walz, die ihren Film "Die Frauen von Ravensbrück" vorstellte. Die rund 50 Teilnehmerinnen beteten mit kfd-Bundespräses Pater Dominik Kitta einen Kreuzweg auf dem ehemaligen Lagergelände und nahmen nach einem polnischen Gedenkgottesdienst an der Feier zum 70. Jahrestag der Befreiung teil.

Fotos: Ilse Honkomp und Hiltrud Schmitz

Das Krematorium...
Das Krematorium...
Führung mit Dr. Matthias Heyl (ganz links) von der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.
Der äußere Bereich...
...und der Eingang zum eigentlichen Gefangenenlager.
Ein historisches Foto zeigt die Häftlingsbaracken aus Holz, die heute - anders als die steinernen Gebäude - nicht mehr erhalten sind.
Das Krematorium...
... und Verbrennungsöfen.
Der Erschießungsgang.
Die Lagermauer, heute 'Straße der Nationen' genannt.
Sogenannte Winkel, die die Häftlinge an der Kleidung tragen mussten, gehören zu den vielen Ausstellungsstücke in der Mahn- und Gedenkstätte.
Diesen Rosenkranz formte ein Gefangene aus Brotkügelchen.
Zwei Damen aus Polen, die 'Ravensbrück' überlebten, begleiten die Gruppe als Zeitzeuginnen.
Die heute 88-jährige Alicja Kubecka (Mitte) kam wegen Beteiligung am Warschauer Aufstand ins KZ Ravensbrück. Rechts im Bild Wolfgang Gerstner, Geschäftsführer des Maximilian-Kolbe-Werkes.
Die heute 95-jährige Katarzyna Mateja - hier mit ihrer Tochter - gründete im Lager eine Pfadfinderinnen-Gruppe.
kfd-Referentin Gisela Göllner-Kesting (links) moderiert ein Gespräch mit Loretta Walz. Die Filmemacherin und Autorin hat seit 1980 hunderte von lebensgeschichtlichen Interviews mit Ravensbrück-Häftlingen geführt und veröffentlicht.
Blick auf die Zuhörerinnen.
Auch sie lässt 'Ravensbrück' nicht mehr los: die Publizistin Elisabeth Prégardier (links) und Ingelore Prochnow. Begleitet von ihrem Ehemann, liest sie aus ihrer Autobiografie 'Geboren in Ravensbrück'.
Blick auf die Zuhörerinnen.
Die Organisatorinnen der Studienreise: Dr. Danuta T. Konieczny, Referentin beim Maximilian-Kolbe-Werk (links), und Gisela Göllner-Kesting, Referentin beim kfd-Bundesverband.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer...
...besuchen ein zweites Mal die Mahn- und Gedenkstätte...
...und beten an markanten Orten einen 'Kreuzweg der Erinnerung'.
Zeitzeugin Alicja Kubecka (mit Sonnenbrille) trägt am Appellplatz eigene Erinnerungen vor. Neben ihr kfd-Bundespräses Pater Dominik Kitta.
Der 'Kreuzweg der Erinnerung'...
...endet beim Mahnmal am Schwedtsee. Die Asche der im Krematorium verbrannten Leichen wurde auch in den See geschüttet.
Alle, die den Kreuzweg mitgebetet haben, legen Rosen aufs Wasser.
Blick ins ehemalige Lagergefängnis, den sogenannten 'Zellenbau'.
Im 'Zellenbau' feiert die polnische Lagergemeinschaft der Überlebenden am 70. Jahrestag der Befreiung vor Beginn der Gedenkfeier einen katholischen Gottesdienst, den der Erzbischof von Stettin zelebriert. Auch unsere deutsche Reisegruppe nimmt teil.
Blick auf die Gäste der Gedenkfeier.
Blick zur Bühne.
Ehemalige Häftlinge und ihre Angehörigen kennzeichnen sich mit Tüchern: Der blau-weiß gestreifte Stoff erinnert an die Häftlingskleidung, der Winkel an die damalige Zuordnung.
Überlebende, hoch betagt.
Ein trügerisch friedliches Bild. Blick auf den Schwedtsee aus Richtung Gedenkstätte. Genau gegenüber liegt das Städtchen Fürstenberg.