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Politikerinnen unterstützen Auftakt zum Aktionsjahr "Häng Dich rein ins Netz, das Frauen trägt!" am Weltfrauentag

Von links: kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen, Stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann, Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel. Foto: © Jörg Letz

09. März 2016:

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat am gestrigen internationalen Weltfrauentag mit Kundgebungen und Plakaten in der Düsseldorfer Innenstadt ihr Aktionsjahr 2016 "Häng Dich rein ins Netz, das Frauen trägt!" eingeläutet. Als Unterstützerinnen waren die stv. Ministerpräsidentin und Schulministerin von NRW Sylvia Löhrmann (Bündnis 90/Die Grünen), die Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel (CDU) sowie die Düsseldorfer Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke (SPD) vor Ort.

Opladen: "kfd ist ein Netz aus, von und für Frauen"

kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen in ihrer Begrüßung: "Die kfd ist mit einer halben Million Mitgliedern ein starker Verband, der viel bewegt. Wir setzen uns für die berechtigten Interessen von Frauen in Kirche und Gesellschaft ein, zum Beispiel Rentengerechtigkeit, Lohngleichheit und mehr Leitungsfunktionen für Frauen in der Kirche. Darauf möchten wir mit unserer neuen Aktion aufmerksam machen." Interessierte Frauen und auch Männer sind eingeladen, ihren Namen auf einen Stern zu schreiben und sich damit in ein rotes Netz zu hängen, das die kfd als deutschlandweites Netz symbolisiert: "Die kfd ist ein Netz aus, von und für Frauen, das trägt und stabil ist. Hängen Sie sich rein in unser Netz und unterstützen Sie uns mit unseren gesellschafts- und kirchenpolitischen Forderungen."

"Reinhängen" konnten sich PassantInnen zudem in die eigens produzierten Liegestühle mit einem Netz als Sitzfläche. So ließen sich die kfd und ihre Tragfähigkeit auch körperlich erfahren.


Löhrmann: "'Frauen.Macht.Zukunft.' gefällt mir besonders gut."

Schulministerin Löhrmann lobte den Titel der Mitgliederwerbekampagne, in die die Netzaktion eingebettet ist: "Der Slogan 'Frauen.Macht.Zukunft.' gefällt mir besonders gut. ,Macht' ist zwar oft negativ besetzt, ich aber halte es mit Hannah Arendt, die gesagt hat, ,Macht ist eine Möglichkeit, um gemeinsam die Gesellschaft zu gestalten'." Demnach seien Netzwerke besonders für Frauen wichtig, um ihnen mehr Einfluss zu verschaffen. Dabei bezog sie sich auf NRW, wo viele Leitungsfunktionen auf Landesebene von Frauen besetzt seien. "Ich bin durch meine Vergangenheit geprägt: Ohne das Vorbild der weiblichen Leitung in meinem katholischen Mädcheninternat stünde ich vielleicht heute nicht da, wo ich stehe."

Pantel: Danke für Rückenstärkung bei u.a. Prostituiertenschutzgesetz

Die Bundestagsabgeordnete Pantel hob die erfolgreiche politische Lobbyarbeit der kfd hervor: "Danke für Ihre Rückenstärkung beim Prostituiertenschutzgesetz und bei der Mütterrente. Ohne den Druck und die Arbeit der Verbände von außen wäre das nicht möglich gewesen." Sie freue sich über die Übereinstimmung mit ihren anwesenden Politik-Kolleginnen in Frauenthemen: "Bei aller politischer Unterschiedlichkeit unserer drei Parteien sind wir uns in diesem Punkt einig: Wir alle wollen eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen."

Zepuntke: "Weltgebetstag zeigt, was gelebte Ökumene bedeutet"

Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke freute sich, dass der größte Frauenverband Deutschlands den Sitz der Bundesgeschäftsstelle in Düsseldorf hat und sich auch am Internationalen Frauentag politisch einbringt. Als Politikerin und Protestantin ist auch die Ökumene ein großes Anliegen von ihr: "Der Weltgebettag ist jedes Jahr eine wunderbare Veranstaltung, die zeigt, was gelebte Ökumene bedeutet. Nur gemeinsam und konfessionsübergreifend können wir etwas erreichen."

Hennes: "Kirche braucht Netzwerke"

Stadtdechant Msgr. Ulrich Hennes steuerte ein Grußwort bei, in dem er das Symbol des Netzes aufgreift: "Netzwerke können auf inhaltlicher, organisatorischer, kommunikativer und sozialer Ebene innovatives und kreatives Potenzial wecken (…). Gerade dies braucht unsere Kirche und jeder kirchliche Verband." Ebenso denke er an das Bild der übervollen Netze der Jünger im Lukas-Evangelium: "Jesus Christus macht seine Nachfolger zu Menschenfischern. Werfen Sie als engagierte Frauen in der kfd Ihre Netze aus! Werden Sie zu Menschenfischerinnen!", so Hennes weiter.

Auch Düsseldorfer Gleichstellungsbeauftragte Wilfart vor Ort

Weitere Unterstützung erfuhr die Veranstaltung durch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Düsseldorf Elisabeth Wilfart, die sich mit einem Stern in das große kfd-Netz hängte, und das kfd-Stadtdekanat Düsseldorf, deren Mitglieder PassantInnen ansprachen und informierten. Eine Trommelgruppe sorgte für die akustische Aufmerksamkeit. Ein demnächst erscheinender Kurzfilm wird das Event dokumentieren.


Weitere Informationen

Mitgliederwerbekampagne "Frauen.Macht.Zukunft."

Pressefotos von der Auftaktveranstaltung finden Sie hier.

Die kfd ist mit einer halben Million Mitgliedern der größte katholische Verband und die größte Frauenorganisation Deutschlands. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein.