DIE KFD

Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrates

Die Delegation der AG Kath: Von der kfd nahmen letztmalig die ehemalige Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen (1. Reihe, 2.v.r.) und die ehemalige stellv. Bundesvorsitzende Anna-Maria Mette (1. Reihe, 2.v.l.) teil. Außerdem war Dr. Heide Mertens (2. Reihe, 3.v.r.), Abteilungsleiterin Politik und Gesellschaft in der Bundesgeschäftsstelle, dabei. © Foto: privat

Letztmalig nahmen Maria Theresia Opladen und Anna-Maria Mette teil

27. Juni 2017:

Der Deutsche Frauenrat hat sich am Wochenende (24. und 25. Juni) in Berlin zu seiner Mitgliederversammlung getroffen. Die kfd ist über die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Frauenverbände und -gruppen (AG Kath) Mitglied im Deutschen Frauenrat.

Ein letztes Mal waren bei der Mitgliederversammlung die ehemalige kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen als Präsidiumsmitglied der AG Kath und die stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende Anna-Maria Mette vertreten.

Anna-Maria Mette wurde als langjähriges Vorstandsmitglied des Deutschen Frauenrates und Leiterin des Fachausschusses Gesundheit verabschiedet. "Ich freue mich, dass das vom Fachausschuss Gesundheit erarbeitete Papier mit zahlreichen Forderungen zur Frauengesundheit von den Delegierten mit großer Mehrheit beschlossen worden ist", sagte Mette. 

Unter Federführung der kfd brachte die AG Kath einen Initiativantrag zum Zweiten Gleichstellungsbericht in die Mitgliederversammlung ein. Mit dem Antrag fordert der Deutsche Frauenrat die Bundesregierung auf, die Gleichstellung im Lebensverlauf endlich umzusetzen. "Männer und Frauen müssen gleichermaßen private Sorgearbeit leisten können ohne deswegen im Erwerbsleben große Einbußen zu erleben", heißt es darin.

Dafür brauche es u.a. flexible Arbeitszeitmodelle wie ein Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit, bessere Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten bei der Rente sowie faire, sozialversicherungspflichtige und legale haushaltsnahe Dienstleistungen. "Der Deutsche Frauenrat wird jede neue Regierung daran messen, wie konsequent Frauen und Männern endlich gleiche Chancen und eine gleichberechtigte Teilnahme an Erwerbs- und Sorgearbeit ermöglicht wird", heißt es im Antrag weiter.

Delegierte verabschieden Resolution "Aktiv für Demokratie und Frauenrechte!"

Zudem verabschiedeten die Delegierten die Resolution "Aktiv für Demokratie und Frauenrechte!". Darin fordert die Frauenlobby im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 alle Kandidatinnen und Kandidaten der demokratischen Parteien auf, sich für eine konsequente lebenslauforientierte Gleichstellungs- und Antidiskriminierungspolitik für Frauen und Männer stark zu machen und im Falle ihrer Wahl umzusetzen.

"Die Demokratie ist längst nicht so sicher, wie wir geglaubt haben", warnte die neue Bundesfrauenministerin Katarina Barley in ihrem Grußwort an die Delegierten des Deutschen Frauenrats. Mit Blick auf rechtspopulistische und -extreme Bewegungen nicht nur in Deutschland, sondern in Europa und darüber hinaus sagte sie weiter: "Wenn Frauenrechte angegriffen werden, trifft uns das alle, Frauen und Männer, die ganze Gesellschaft."

"Sicher geglaubte Rechte von Frauen stehen wieder zur Disposition. Der Deutsche Frauenrat erkennt diese Gefahr. Wird die Kategorie 'Gender' diffamiert und zu einem ideologischen Feindbild erklärt, wird die Basis unserer Gleichstellungpolitik angegriffen." Mit diesen Worten hatte Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, die Fachveranstaltung "Keine Alternative zur Demokratie. Strategien gegen Antifeminismus und Rechtspopulismus" eröffnet. Damit war am 23. Juni, dem Vortag der Mitgliederversammlung, in das Thema eingeführt worden. Die Resolution ist ein Ergebnis dieser Konferenz.

Der Deutsche Frauenrat ist der Zusammenschluss von 60 Frauenorganisationen in Deutschland, um gemeinsam Lobbyarbeit für Frauenanliegen in Politik und Gesellschaft zu machen. Ihm gehören neben den katholischen und evangelischen Frauenverbänden auch Berufsfachverbände, gewerkschaftliche Gruppen und weitere Frauenvereine an.

Quelle: mit Pressematerial des Deutschen Frauenrates

Weitere Informationen

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Opens external link in new window Alle Beschlüsse auf einen Blick

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