DIE KFD

Mitgliederversammlung des Christinnenrates

Bei der Mitgliederversammlung des Christinnenrates waren von der kfd Ulrike Göken-Huismann (Geistliche Begleiterin im Bundesverband) und Brigitte Vielhaus (Leiterin Abteilung Theologie/Kirche in der Bundesgeschäftsstelle) dabei. Verabschiedet wurde Irmentraud Kobusch, die bis Juni 2017 stellv. kfd-Bundesvorsitzende war. © Foto: Christinnenrat

Geistliche Begleiterin Ulrike Göken-Huismann neue Delegierte der kfd im Christinnenrat. Abschied und Dank an ehemalige stellv. kfd-Bundesvorsitzende Irmentraud Kobusch

14. Dezember 2017:

Der Christinnenrat hat sich am 12. Dezember 2017 zu seiner Mitgliederversammlung in Frankfurt getroffen.

Die Mitglieder kehrten damit an ihren Gründungsort in die Räume der Arbeitsgemeinschaft der Christlichen Kirchen (ACK) auf Bundesebene zurück und wurden dort von der amtierenden Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Dieckmann begrüßt.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Mitgliederversammlung war ein Gespräch mit Bischöfin a.D. Bärbel Wartenberg-Potter, die von 1997 bis 2001 Geschäftsführerin der ACK und von 2001 bis 2008 Bischöfin des Sprengels Holstein-Lübeck der Nordelbischen Evangelischen Lutherischen Kirche war. Mit ihrer direkten Unterstützung als damalige Geschäftsführerin wurde der Christinnenrat im Jahr 2000 gegründet.

"Nach der Ökumenischen Dekade des Ökumenischen Rates der Kirchen 'Solidarität der Kirchen mit den Frauen' von 1988 bis 1998 und der intensiven kirchenpolitischen Zusammenarbeit der großen Frauenökumene in dieser Zeit lag es wie auf der Hand, dass dieses starke Netzwerk nicht aufgegeben werden durfte", blickte Wartenberg-Potter zurück. "Und so haben wir miteinander den Christinnenrat gegründet, verbunden mit der starken Hoffnung, dass die Frage nach der Präsenz von Frauen in den christlichen Kirchen immer wieder gestellt wird."

Die Bischöfin ermunterte die Delegierten, in ihrem Engagement für mehr Geschlechtergerechtigkeit nicht müde zu werden und im Sinne einer "widerständigen Loyalität" immer wieder in allen Kirchen die Sichtweise von Frauen anzumahnen und "die Dinge beim Namen zu nennen".

Gerechtigkeit bedeute im biblischen Sinne immer auch "aneinander gerecht zu werden". Mit Blick auf das Engagement der ACK zum Ökumenischen Schöpfungstag, den der Christinnenrat von Beginn an unterstützt hat, betonte Wartenberg-Potter die Dringlichkeit im Engagement für die Schöpfung. Sie verwies auf die umfassende Verantwortung des Menschen gerade in Bezug auf den Klimawandel und das Eingreifen in fast alle wichtigen biologischen Prozesse.

Die Delegierten reflektierten die Ergebnisse und die Weiterarbeit des Projektes "Reformation ist überall - FrauenPerspektiven". Die "acht Thesen für eine frauengerechte Kirche", die am 12. August 2017 an der Thesentür der Schlosskirche zu Wittenberg mit Schirmfrau Dr. Margot Käßmann präsentiert wurden, sollen in zukünftige Gespräche mit den Kirchenleitungen eingebracht werden.

Der Vorstand bedankte sich ganz herzlich bei Irmentraud Kobusch, ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der kfd, die den Christinnenrat seit 2008 bei den Mitgliederversammlungen der ACK auf Bundesebene im sogenannten Beobachterstatus vertreten hat. Die ACK-Vertretung übernimmt vom Vorstand des Christinnenrates künftig Mona Kuntze vom Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden.

Für die kfd ist Ulrike Göken-Huismann, Geistliche Begleiterin im kfd-Bundesverband, als neue Delegierte im Christinnenrat.