PRESSE

kfd setzt weiterhin auf Diakonat als Weiheamt für Frauen: Zentrale Veranstaltung katholischer Organisationen zum "Tag der Diakonin"

Unser Foto zeigt von links: Irmentraud Kobusch, Maria Theresia Opladen, Julia Klöckner (MdL, Mitglied des ZdK) und Prof. Dr. Sabine Demel. Klöckner sprach ein Grußwort und die Kirchenrechtlerin Demel referierte zu "Was ihr den Geringsten tut: Diakonisch Kirche sein – Frauen und Männer zwischen Dienst, Amt und Sendung". Foto: kfd/Annegret Hultsch

30. April 2013:

Mit einer zentralen Veranstaltung in Koblenz haben gestern das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und das Netzwerk Diakonat der Frau den "Tag der Diakonin" begangen. Gemeinsames Anliegen ist die Einführung des Diakonats für Frauen und die Stärkung der Diakonia der Kirche. Die beteiligten Organisationen feierten den Tag erstmals gemeinsam. Den Auftakt bildete ein Wortgottesdienst, zu dem KDFB-Vizepräsidentin Birgit Mock und kfd-Bundesvorsitzende Maria Theresia Opladen begrüßten. Bei einem vorausgehenden Pressegespräch hatte die stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende Irmentraud Kobusch betont: "Die kfd hält an der Forderung des sakramentalen, durch Weihe übertragenen Diakonats fest". 

Kobusch bezog sich damit auf Kardinal Walter Kaspers Vorschlag für das Amt einer Gemeinde-Diakonin, die nicht durch Weihe, sondern per Segen beauftragt werden sollte. Diese Anregung wurde aktuell von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch aufgegriffen. Für die kfd, so Kobusch, sei dies "ein Beitrag zu einer Diskussion, die kritisch geführt werden muss. Denn bei der Frage nach dem Diakonat der Frau geht es um die Zukunftsgestaltung der Kirche insgesamt".

Die kfd-Bundesvorsitzende Opladen hob zum Auftakt des Gottesdienstes hervor, die kfd habe seit Jahrzehnten immer wieder eine vertiefte Sicht und grundlegende Neuorientierung im Verständnis und in der Verteilung von Ämtern, Macht und Verantwortung in der Kirche gefordert. Die Einführung des sakramentalen Diakonats für Frauen sei ein unverzichtbarer Schritt auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung in der Kirche. Opladen: "Das Amt des Diakonats bildet die Nachfolge des dienenden Christus in der Ämterstruktur der Kirche ab. Darum müssen auch Frauen, die zu diesem Amt berufen sind, zu Diakoninnen geweiht werden".

Zum Dialogprozess der Deutschen Bischofskonferenz hat die kfd im Juni 2011 das Positionspapier "Frauen geben Kirche Zukunft" verabschiedet. Einer der fünf Themenbereiche lautet: "Den Diakonat der Frau einführen". Das Positionspapier steht auf der Homepage des kfd-Bundesverbandes: http://www.kfd-bundesverband.de/projekte/frauen-geben-kirche-zukunft.html