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kfd-Bundesvorsitzende: Geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung verbieten - Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands bezieht vor der 1. Lesung der Gruppenentwürfe im Bundestag Stellung

30. Juni 2015:

Im Bundestag findet am kommenden Donnerstag, 2. Juli, die erste Lesung der Gruppenentwürfe zum Thema "Beihilfe zum Suizid" statt. Vor diesem Hintergrund erklärt Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd): "Wir unterstützen den Gesetzentwurf der Bundestagsabgeordneten Kerstin Griese und Michael Brand, der die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe stellt. Auf unserer Homepage haben wir eine Aktionsseite 'Leben bis zuletzt' eingerichtet, die unsere Mitglieder dabei unterstützt, sich über die einzelnen Gesetzentwürfe zu informieren und mit ihren Bundestagsabgeordneten über die würdige Begleitung am Lebensende ins Gespräch zu kommen."

Die Haltung des größten katholischen Frauenverbandes begründet Opladen so: "Es darf nicht sein, dass Menschen im Alter, bei Krankheit oder in anderen Krisensituationen organisierte Angebote zur Selbsttötung erhalten - weder durch Ärzte noch durch Organisationen und Vereine. Als Christinnen sind wir zutiefst davon überzeugt, dass das Leben jedes Menschen bis zuletzt wertvoll und schützenswert ist. Jede Abkehr von diesem Grundsatz führt in eine inhumane Gesellschaft, in der die 'Daseinsberechtigung' der Einzelnen nach subjektiven Kriterien bewertet wird. Die Gefahr ist groß, dass dann gerade die Schwächsten sich gedrängt fühlen, Beihilfe zur Selbsttötung in Anspruch zu nehmen!"

Hintergrund:
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund einer halben Million Mitgliedern der größte katholische Verband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Die kfd-Aktionsseite "Leben bis zuletzt" finden Sie hier.