DIE KFD

Fachtagung: Hilfe im Haushalt

Die Dokumentation "Haushalte als Arbeitgeber: Haushaltsbezogene Dienstleistungen: fair – legal – bezahlbar" wurde vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gefördert und ist ein Ergebnis des Engagements der kfd dafür, haushaltsbezogene Dienstleistungen, die im Privathaushalt von nicht haushalts- bzw. familienzugehörigen Personen erbracht werden, aus der Illegalität heraus- und in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu überführen.

Gleichstellungspolitische Anforderungen an gute Dienstleistungsarbeit

08. Juni 2017:

Am 29. und 30. Juni 2017 findet im Bundesfamilienministerium in Berlin die Kooperationsveranstaltung des Kompetenzzentrums "Professionalisierung und Qualitätssicherung Haushaltsnaher Dienstleistungen" (PQHD) der Universität Gießen und der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. statt.

Im Rahmen dieser Tagung soll die Bedeutung haushaltnaher Dienstleistungen vor dem Hintergrund des Zweiten Gleichstellungsberichtes und aktueller Gesetzesänderungen im Fokus stehen. Die Relevanz haushaltsnaher Dienstleistungen steht im Zusammenhang mit vielfältigen politischen Bemühungen um eine lebenslaufbezogene Gleichstellungspolitik:

Die Förderung eines raschen beruflichen Wiedereinstiegs von jungen Müttern, die Realisierung partnerschaftlicher Arbeitsteilungsmodelle bei der Verknüpfung von Care- und Erwerbsarbeit, die Unterstützung von pflegenden Angehörigen sowie der Ermöglichung eines langen selbständigen Lebens in den eigenen vier Wänden oder in neuen Wohnformen für ältere Menschen.

Gleichzeitig generieren professionelle Dienstleistungen ein erhebliches Beschäftigungspotenzial mit neuen Arbeitsplätzen, das jedoch eine adäquate Qualifizierung des Personals, das sich überwiegend aus Frauen zusammensetzt, erfordert.

Veränderungen von Rahmenbedingungen zur Inanspruchnahme qualitativ hochwertiger Leistungen, wie etwa durch neue Leistungsansprüche im Rahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung, bringen zudem neue Herausforderungen ihrer Professionalisierung, Qualitätssicherung und Finanzierung hervor.

Zur Diskussion innovativer Handlungsperspektiven sollen bei der Fachtagung PolitikerInnen und AkteurInnen aus den Feldern haushaltsnahe Dienstleistungen, Hauswirtschaft, Pflege und Zivilgesellschaft zusammengeführt werden.

So wird auch Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sprechen und für haushaltsnahe Dienstleistungen werben: "Haushaltsnahe Dienstleistungen können Paare auf ihrem Weg zur paritätischen Aufteilung der Erwerbsarbeit einerseits und der Haus- und Fürsorgearbeit andererseits deutlich entlasten. Damit wirken sie strukturell bedingten Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern entgegen. Werden sie über sozialversicherungspflichtige Wege abgewickelt, sichern sie zudem die Existenz der Dienstleistungserbringerinnen heute und morgen."

Pressemeldung des Kompetenzzentrums Professionalisierung und Qualitätssicherung Haushaltsnaher Dienstleistungen (PQHD)

Weitere Informationen:

Opens internal link in current windowkfd-Projektseite: Haushalte als Arbeitgeber

Opens external link in new windowKompetenzzentrum "Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen":