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Equal Pay Day: kfd fordert Aufwertung "typischer Frauenberufe"

Der kfd-Bundesvorstand fordert die Aufwertung "typischer Frauenberufe": (v.l.) Beate Kruse (Bundesgeschäftsführerin), Maria Theresia Opladen (Bundesvorsitzende), Präses Pater Dominik Kitta OPraem, Josefa Maria Bernal Copano, Mechthild Burk, Barbara Striegel, Ulrike Göken-Huismann (Geistliche Begleiterin/Leiterin), Ursula Reinsch, Irmentraud Kobusch (stellvertretende Bundesvorsitzende) und Anni Rennock (Sprecherin des Ständigen Ausschusses "Hauswirtschaft und Verbraucherthemen")

18. März 2016:

Zum Equal Pay Day 2016 am 19. März fordert der Bundesvorstand der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) die Aufwertung der "typischen Frauenberufe": "Wir müssen uns als Gesellschaft fragen: Was ist uns die Arbeit von Erzieherinnen, Krankenpflegerinnen, Hauswirtschafterinnen und Altenpflegerinnen wert?", fragt Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der kfd. "Können wir es uns leisten, dass so wichtige Aufgaben häufig in informellen Beschäftigungsverhältnissen, zu niedrigen Entgelten und unter ungünstigen Arbeitsbedingungen erbracht werden?"

"Die Geringschätzung der weiblichen Qualifikationen und Tätigkeiten schlägt sich auch in den tariflichen und betrieblichen Eingruppierungssystemen nieder", so Opladen weiter. Eine Einbeziehung der psychosozialen Kompetenzen und emotionalen Belastungen in die monetäre Bewertung einer Arbeit kann viele typische Frauenberufe stark aufwerten und zu einer gerechteren Entlohnung führen.

Die kfd fordert deshalb die Neubewertung der sogenannten "Frauenberufe" in den Bereichen Erziehung, Pflege und haushaltsbezogene Dienstleistungen.
"Die gesellschaftliche Wertschätzung und Unverzichtbarkeit frauentypischer Dienstleistungsberufe muss sich auch monetär zeigen", fordert die kfd-Bundesvorsitzende. "So können sie zu Berufen mit Zukunft werden und dazu beitragen, die Sorge-Arbeit in der Gesellschaft aufzuwerten."

Die kfd unterstützt seit Jahren die Ziele des Equal Pay Day, der auf die Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern aufmerksam macht: Frauen müssen bis zum 19. März 2016 arbeiten, um im Durchschnitt das gleiche Geld zu verdienen, das Männer bereits bis Ende 2015 verdient haben. Mit zahlreichen Aktionen rund um das aktuelle Motto "Berufe mit Zukunft. Was ist meine Arbeit wert?" fordern kfd- Mitglieder bundesweit "Gleichen Lohn für Gleiche Arbeit".


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Aufruf zur Legalisierung und Aufwertung Haushaltsbezogener Dienstleistungen