DIE KFD

Bibel und Koran lesen aus Frauenperspektive

19 Teilnehmerinnen aus neun Diözesanverbänden beschäftigten sich in der Tagung "Bibel und Koran lesen aus Frauenperspektive" mit den Offenbarungsschriften von Judentum, Christentum und Islam.

kfd-Tagung vom 10. bis 12. März in Mainz

15. März 2017:

"Darin liegen Zeichen für Leute, die glauben" (Sure 6,99)

Religiöse Texte spielen in den derzeitigen Konflikten in Gesellschaft und Politik immer wieder eine Rolle. Nicht selten bestimmt eine fundamentalistische Auslegung von Koran und Bibel die Diskussion.

Aus diesem Grund hat der kfd-Bundesverband vom 10. bis 12. März in Mainz zur Tagung "Bibel und Koran lesen aus Frauenperspektive" eingeladen. 19 Teilnehmerinnen aus neun Diözesanverbänden beschäftigten sich mit den Offenbarungsschriften von Judentum, Christentum und Islam.

Durch die gemeinsame Lektüre von Bibel und Koran kamen die Teilnehmerinnen den Gemeinsamkeiten und Unterschieden näher und sprachen über die jeweiligen Gottesbilder.

Adam, Noah, Abraham, Mose, Maria und Jesus - dass über diese aus der Bibel bekannten Gestalten auch im Koran berichtet wird, erstaunte einige Teilnehmerinnen.

Die Referentinnen Rabeya Müller, Imamim und Religionspädagogin, und Dr. Beate Sträter, Pastorin, erklärten, wie die beiden Schriften sich dennoch in literarischer Form wie im Inhalt unterscheiden, obwohl sie religionsgeschichtlich zusammenhängen.

"Ich bin nun gut informiert über die Heilige Schrift meiner eigenen Religion sowie über die des Islam und fühle mich nun fit für den interreligiösen Dialog", fasste eine Teilnehmerin die Tagung für sich zusammen.