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Aufwertung haushaltsbezogener Dienstleistungen als Schlüssel zu mehr Gleichstellung

15. März 2016:

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat eine neue Broschüre herausgegeben: "Haushalte als Arbeitgeber: Haushaltsbezogene Dienstleistungen: fair – legal – bezahlbar" bietet auf 44 Seiten zahlreiche Informationen und Anregungen für die Bildungsarbeit. Die vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) geförderte Dokumentation ist ein Ergebnis des Engagements der kfd dafür, haushaltsbezogene Dienstleistungen, die im Privathaushalt von nicht haushalts- bzw. familienzugehörigen Personen erbracht werden, aus der Illegalität heraus- und in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu überführen.

Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, erklärte: "Es ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, für gute Rahmenbedingungen bei haushaltsnahen Dienstleistungen zu sorgen: Dazu gehören eine gute Qualifizierung, ein gerechter Lohn, soziale Absicherung und Wertschätzung für die Arbeit."

Sozialversicherung und faire Bezahlung sind auch für Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der kfd, entscheidend. Nur so könnten die meist weiblichen Beschäftigten in dieser Branche eine eigene Existenz- und Alterssicherung aufbauen: "Haushaltsbezogene Dienstleistungen betreffen mehrere zentrale Themen der Gleichstellungspolitik und sind ein wichtiger Faktor zur Förderung der Gleichstellung von Männern und Frauen. Sie ermöglichen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und entlasten pflegende Angehörige", so Opladen.

Die kfd setzt daher auf die Entwicklung lokaler Angebote haushaltsnaher Dienstleistungen, die den Beschäftigten sozialversicherte und faire Bezahlung bieten, aber für die Kundschaft bezahlbar sind. Ein Weg können Gutscheine wie z.B. in Belgien sein.

Die Broschüre "Haushalte als Arbeitgeber: Haushaltsbezogene Dienstleistungen: fair – legal – bezahlbar" soll zur Aufwertung und Wertschätzung der in privaten Haushalten erbrachten Leistungen beitragen, über die Möglichkeiten und Vorteile legaler Inanspruchnahme von haushaltsbezogenen Dienstleistungen informieren sowie staatliche Fördermöglichkeiten und Subventionen für haushaltbezogene Dienstleistungen in die politische Diskussion bringen. 

Hintergrund:

Das Projekt "Haushalte als Arbeitgeber" der kfd ist eine Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Professionalisierung und Qualitätssicherung Haushaltsnaher Dienstleistungen (PQHD) der Universität Gießen und darüber vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gefördert. Im Rahmen dieses Projektes hat die kfd mehrere Tagungen und eine qualitative Studie zu Beweggründen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen im Privathaushalt durchgeführt.

Das Projekt ist eine Konsequenz aus der Auseinandersetzung des Verbandes mit dem ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (vgl. kfd-Positionspapier "Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf" und die Dokumentation der Symposien "Neuer Blick auf alte Fragen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf").

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit einer halben Million Mitgliedern der größte katholische Verband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein.

Die Broschüre "Haushalte als Arbeitgeber. Haushaltsbezogene Dienstleistungen: fair-legal-bezahlbar" durchblättern

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