"Grenzen überschreiten – gemeinsam lernen – Integration gestalten":
kfd-Fortbildung zur "Kulturmittlerin"

Das Konzept des Projektes basiert auf der Erfahrung des "Transkulturellen und interreligiösen Lernhauses der Frauen". Die Fortbildung wird in Kooperation mit dem Caritasverband für die Stadt Köln durchgeführt. Oberstes Prinzip ist der Dialog auf gleicher Augenhöhe unter Frauen verschiedener Herkunft und verschiedener Kulturen. An diesem Dialog beteiligt sich jede Teilnehmerin mit all ihren Fähigkeiten und Begabungen. Grundlage ist der radikale Respekt voreinander. Migrantinnen sollen nicht länger als Hilfesuchende oder Frauen mit Defiziten in den Blick genommen werden, sondern bringen sich in das Projekt selbst mit ihren Interessen ein und gestalten Zukunft mit – auch die Zukunft der kfd.
Ziele und Inhalte
Das Modellprojekt begann mit einer Auftaktveranstaltung. Im Januar 2009 startete dann die integrierte Fortbildung zur Kulturmittlerin. Sie besteht aus drei Modulen, die an Wochenenden in Mainz im Erbacher Hof stattfinden. Das Projekt endet im Oktober 2010 mit einer Abschlussveranstaltung. Parallel dazu führen die Teilnehmerinnen bei sich vor Ort ein eigenes kleines Projekt durch oder beteiligen sich daran. Dabei werden sie von den Verantwortlichen der kfd auf der Diözesanebene und von der Projektleitung unterstützt und begleitet.
Modul I, Januar 2009: Wissen über Religionen und Kulturen
Grundwissen über die relevanten Religionen und die kulturelle Bedingtheit des sozialen Verhaltens. Überblick über die Verschiedenartigkeit sozialer und religiöser Wertvorstellungen und Befähigung zur Relativierung der eigenen Vorstellungen. Erste Projektideen.
Modul II, Juli 2009 : Methoden für den interkulturellen Dialog
Grundfertigkeiten in Methoden und Techniken, die für die Entwicklung des interkulturellen Dialogs hilfreich sind, wie Kommunikations- und Moderationstechniken, Konfliktlösungsstrategien, Organisationsfähigkeit und Projektmanagement.
Modul III, Januar 2010: Netzwerkbildung und Beispiele aus der Praxis
Kennen lernen und trainieren von Netzwerkarbeit. Vernetzung mit Organisationen und Anlaufstellen für Fragen der Migration und Integration. Austausch und Reflektion über die eigenen Projekte.
Abschlussveranstaltung: Präsentation der Projekte
Freitag, 29. Oktober 2010
Hintergrund

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands hat sich selbst verpflichtet, auf allen Ebenen den interreligiösen Dialog und das interkulturelle Lernen zu fördern. 2007 verabschiedete die kfd-Bundesversammlung eine 17-seitige Positionsbestimmung "Fremdes achten - Frieden suchen: Eine Positionsbestimmung zu Zuwanderung und Integration". Sie steht am Ende dieser Seite als Download. Eine Arbeitshilfe befasst sich mit "Zuwanderung und Integration als Thema der Frauenbildungsarbeit" und kann über den unten stehenden Link in unserem Online-Shop bestellt werden.
Zu unseren Fotos: Ein guter Einstieg in den interkulturellen Dialog ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur. So brachten alle Teilnehmerinnen zum ersten Treffen einen "Kulturgegenstand" mit, und erzählten, was er mit ihrem Leben zu tun hat. Zusammengetragen wurde eine bunte Sammlung aus Büchern, CDs, Bildern, Muscheln und Steinen - aber auch profanen Dingen wie gelben Müllsäcken, Körperlotions oder Gartenschaufeln.
Unteres Foto: Ein Gruppenbild der gut gelaunten Teilnehmerinnen.

Materialien zum Herunterladen und Verlinkungen:
Positionsbestimmung "Zuwanderung und Migration" (PDF-Dokument zum Herunterladen, 104 KB)











